Von den rund 650 Wegweisungen in St. Gallen wegen befürchteter Krawalle am Ostersonntag hat die Stadtpolizei inzwischen 91 zurückgezogen.
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Polizisten beobachten die Situation beim Roten Platz wo sich mehrere hundert Jugendliche besammelt haben, am Freitag, 2. April 2021, in St. Gallen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 114 Personen meldeten sich nach Ostern bei der Stadtpolizei.
  • Die Stadtpolizei hat 91 Wegweisungen zurückgezogen.

114 Personen meldeten sich nach Ostern bei der Stadtpolizei, weil sie ihre Wegweisungen als nicht gerechtfertigt betrachteten. Davon hat die Polizei 91 zurückgezogen, wie ihr Sprecher Dionys Widmer am Dienstag auf Anfrage sagte. In rund 20 Fällen hielt die Stadtpolizei an den Wegweisungen für 30 Tage fest.

Laut dem kantonalen Justiz- und Polizeidepartement (JPD) gingen zudem 25 Rekurse gegen Wegweisungen ein. Rund 20 davon sind inzwischen gegenstandslos, weil die Wegweisungen von der Stadtpolizei zurückgezogen wurden. Noch etwa fünf Fälle werden bearbeitet, wie JPD-Generalsekretär Hans-Rudolf Arta erklärte.

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Ausschreitungen am 2. April in St. Gallen. - keystone

Eine Woche vor Ostern und am Karfreitag war es in St. Gallen zu illegalen Partys, Krawallen und Sachbeschädigungen gekommen. Die Polizei stand mit einem Grossaufgebot im Einsatz und setzte Gummischrot sowie Reizgas ein. Polizisten wurden mit Steinen und einem Molotowcocktail beworfen.

Nach Aufrufen zu erneuten Ausschreitungen am Ostersonntag riegelte die Polizei die Innenstadt praktisch ab, führte rigorose Kontrollen durch und sprach gegen 650 Personen Wegweisungen aus. Weitere Ausschreitungen wurden so verhindert. Viele Betroffene fühlten sich zu Unrecht weggewiesen. Die Polizei zeigte sich gesprächsbereit.

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