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    Weinfelden TG: Rüffel für SRF wegen Beitrag zu muslimischen Gräbern

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Weinfelden,

    Die SRF-Sendung «Echo der Zeit» soll das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt haben. Ein Thema der Sendung waren geplante Grabfelder für Muslime in Weinfelden TG.

    Friedhof Weinfelden
    Der Friedhof in Weinfelden TG. - Stadt Weinfelden

    Die SRF-Sendung «Echo der Zeit» hat nach Einschätzung der Ombudsstelle das Sachgerechtigkeitsgebot verletzt.

    Ein Thema der Sendung waren geplante Grabfelder für Musliminnen und Muslime in Weinfelden TG und die politische Debatte darüber. Ein Beanstander kritisierte Teile des Beitrags als nicht sachgerecht und nicht ausgewogen.

    Zudem fühlten er und weitere Mitglieder des Referendumskomitees sich als fremdenfeindlich verunglimpft, wie die Ombudsstelle des Deutschschweizer Radios und Fernsehens SRG am Mittwoch mitteilte.

    Der beanstandete Beitrag thematisierte Ende April Grabfelder «nach islamischer Tradition» in der Thurgauer Gemeinde Weinfelden.

    Weinfelder Friedhofreglement im Fokus

    Weinfelden plante ein solches Grabfeld im Rahmen einer Überarbeitung des Friedhofreglements. Das Stadtparlament nahm das neue Friedhofreglement an. Dagegen wurde das Referendum ergriffen.

    Der Beitrag zeigte auf, woher der Wunsch nach einem muslimischen Grabfeld in Weinfelden kommt, dass dafür das Friedhofreglement angepasst werden müsste und wer sich dagegen wehrt. Es kommen verschiedene Seiten zu Wort.

    SRF-Gebäude.
    Das SRF-Gebäude. - keystone

    Im beanstandeten Beitrag werde faktengetreu wiedergegeben, wie es zur Abstimmung gekommen sei, hielten die Ombudsleute in ihrem Schlussbericht fest.

    Stimmung in Weinfelden TG

    Nach den Voten verschiedener Akteure gehe es im Beitrag um die Stimmung in Weinfelden. Im Beitrag sei zu hören, dass es nicht mehr nur um das Grabfeld gehe, sondern um Integrations- und Migrationspolitik.

    Dazu beigetragen hätten auch die beiden Weinfelder SVP-Nationalräte Manuel Strupler und Pascal Schmid im gegnerischen Komitee, fasste die Ombudsleute die Aussage im Beitrag zusammen.

    Damit werde den beiden tatsächlich unterstellt, es gehe ihnen um Integrations- und Migrationspolitik, so die Ombudsleute.

    Kritik an der Darstellung von Politikern

    Auch wenn diese Vermutung vielleicht nicht ins Leere ziele, sei die Unterstellung für die Ombudsleute hier nicht haltbar.

    Die beiden Politiker kämen im Beitrag gar nicht zu Wort. Und streng genommen hätten sich die Politiker nicht zur Integrations- und Migrationspolitik geäussert, so die Ombudsstelle. Die Ombudsleute sehen deshalb eine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots.

    Nach Ansicht der verantwortlichen Redaktion wurde die Abstimmungsvorlage in Weinfelden im Beitrag sachlich und sachgerecht erklärt.

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    Kommentare

    User #2178 (nicht angemeldet)

    1985 war es noch schön in der Schweiz

    User #3436 (nicht angemeldet)

    Ohne jene hatten wir die Probleme nicht.

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