SRF Meteorologe kritisiert Bund für Hitzewarnungen

    Brendan Bühler
    Brendan Bühler

    Bern,

    Die Hitze geht um. Dies verleitet den Bund dazu, Hitzewarnungen der Stufe 3 und 4 zu vermelden. Ein Meteorologe bei SRF ist kritisch.

    Hitze SRF
    Meteorologe Felix Blumer ist kein Freund von Hitzewarnungen. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Temperaturen in der Schweiz könnten diese Woche bis 40 Grad erreichen.
    • Der Bund hat Hitzewarnungen bis Stufe 4 heraus gegeben.
    • Für einen SRF-Meteorologen geht dies zu weit.

    Die Woche wartet die Schweiz mit Temperaturen um die 35 Grad auf. Der Bund gab eine Hitzewarnung der Stufe 3 heraus, mancherorts gar der Stufe 4.

    SRF-Meteorologe Felix Blumer ist kritisch. Gegenüber «SRF 4 News» sprach er von einer «regelrechten Warnitis».

    Wetterfrosch des SRF bringt Bund in Verteidigungsposition

    Er habe ein grundsätzliches Problem mit diesen Hitzewarnungen. Blumer: «Es ist ja nicht so, dass man wirklich etwas dagegen tun kann, ausser vielleicht mehr Wasser trinken.» Zudem sei übermässiges Warnen gar kontraproduktiv.

    Die Leute würden nicht mehr auf tatsächlich nötige Warnungen reagieren, wenn sie zu oft unnötig gewarnt würden. Bei Gewitterwarnungen erkennt Blumer jedoch einen konkreten Nutzen.

    Gewitter Uhr Wetter
    Am Montagnachmittag werden in der Schweiz die ersten Gewitter aufziehen. - Twitter @alpinwetter

    Gegenüber der «Luzerner Zeitung» verteidigt der Bund das Vorgehen. Bei Meteo Schweiz habe man mit Behörden festgelegte Kriterien, wann eine Wetterwarnung herausgegeben werde. Zudem passiere dies sehr selten.

    Weiter heisst es, dass im Vergleich zu anderen Naturgefahren wie Stürmen oder Hochwassern die Hitze mit Abstand am tödlichsten sei. Dies werde jedoch unterschätzt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Schlaf Hitze
    36 Interaktionen
    Nicht unter 20 Grad
    4 Interaktionen
    36,2 Grad
    142 Interaktionen
    Fischsterben droht

    MEHR AUS STADT BERN

    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin
    8 Interaktionen
    Bern