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    SRF Kadermann entlassen - in den Ferien

    Cheri Reinhardt
    Cheri Reinhardt

    Zürich,

    Nach über 25 Jahren muss Gregor Sonderegger SRF verlassen. Der langjährige Kadermann erfuhr im Sommer während seiner Ferien vom drohenden Aus.

    Gregor Sonderegger
    Nach über 25 Jahren muss SRF-Kadermann Gregor Sonderegger den Sender verlassen. Der entscheidende Anruf erreichte ihn ausgerechnet während seiner Ferien. - keystone / SRG

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gregor Sonderegger verlässt SRF nach über 25 Jahren.
    • Der entscheidende Anruf erreichte ihn ausgerechnet in den Ferien.
    • Der langjährige Stabschef spricht offen über die schwierige Zeit.
    • Im kommenden Jahr will er sich selbstständig machen.

    Nach über 25 Jahren ist Schluss. Gregor Sonderegger, langjähriger Stabschef und stellvertretender Nachrichtenchef bei SRF, muss den Sender Ende Jahr verlassen.

    Der Abschied kommt für den erfahrenen Journalisten nicht freiwillig. Wie er am Dienstag auf LinkedIn öffentlich macht, erreichte ihn die Hiobsbotschaft ausgerechnet während seiner Ferien.

    «Es ist hart, wenn der Anruf kommt»

    «Es gibt nichts schön zu reden und nichts in Watte zu verpacken», schreibt Sonderegger in seinem ausführlichen Abschiedspost. Und dann schildert er den Moment, der für ihn alles veränderte: «Es ist hart, wenn der Anruf kommt, und dann noch in den Ferien.»

    So sei es ihm im vergangenen Sommer ergangen. Danach habe ihn ein Wechselbad der Gefühle erwartet.

    Wie findest du es, wenn man während der Ferien gekündigt wird?

    Enttäuschung, Ärger und Selbstzweifel hätten sich mit Aufbruchstimmung, neuen Ideen und sogar Vorfreude abgewechselt.

    Zunächst habe es weitere Gespräche und Überlegungen zu möglichen Alternativen innerhalb von SRF gegeben. Doch schliesslich sei für ihn klar gewesen, dass nun der Zeitpunkt für einen Neuanfang gekommen sei.

    Immerhin: Sonderegger spricht ausdrücklich von fairen Abgangsbedingungen, die ihm den Neustart erleichtern würden.

    Über 25 Jahre beim Schweizer Fernsehen

    Sonderegger gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Köpfen hinter den Kulissen von SRF.

    Seine Karriere begann 2001 als Korrespondent in Russland und der ehemaligen Sowjetunion. Dort berichtete er unter anderem über den Krieg in Tschetschenien, Terroranschläge und die ersten Jahre unter Wladimir Putin.

    srf
    Die SRG und damit auch das SRF muss sparen. - keystone

    Später arbeitete er für «10vor10», «Quer» und «DOK». Auch an der Entwicklung der Erfolgsserie «Auf und davon» war er beteiligt.

    2009 wurde Sonderegger in die Chefredaktion berufen. Er war unter anderem stellvertretender Nachrichtenchef, Stabschef und Leiter des TV-Auslandkorrespondentennetzes.

    Zudem gehörte er zu den Mitbegründern des Auslandmagazins «SRF global».

    SRF baut zahlreiche Stellen ab

    Sein Abschied fällt in eine schwierige Zeit für das Schweizer Radio und Fernsehen.

    Im September kündigte SRF an, bis 2027 insgesamt 38 Vollzeitstellen abzubauen. Rund die Hälfte soll durch natürliche Fluktuation wegfallen, bei den übrigen kommt es zu Kündigungen oder Frühpensionierungen.

    Ob Sondereggers Abgang unmittelbar mit diesen Sparmassnahmen zusammenhängt, geht aus seinem Beitrag allerdings nicht hervor.

    «Ich gehe ohne Groll»

    Trotz der schwierigen Umstände zeigt sich der Journalist versöhnlich.

    Auch wenn er gerne weiter bei SRF mitgestaltet hätte, blicke er mit viel Dankbarkeit auf seine Zeit zurück. Besonders die vielen Kolleginnen und Kollegen sowie die gemeinsamen Erlebnisse würden ihm in Erinnerung bleiben.

    Ab dem kommenden Frühjahr will sich Sonderegger mit einer eigenen Firma selbstständig machen. Dabei möchte er sich unter anderem den Themen Demokratie, Menschenrechte sowie Medien- und KI-Kompetenz widmen.

    Seine Abschiedsbotschaft endet mit zwei Worten: «Tschüss SRF!»

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    Kommentare

    User #3339 (nicht angemeldet)

    Frauenquote eben, so läufts.

    User #5567 (nicht angemeldet)

    Herrlich, wie es Medienschaffenden überall endlich an den Kragen geht! Null Mitgefühl!

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