Quartierkommission widerspricht Berner Gemeinderat zu Allmenden
Die Dachorganisation des Berner Nordquartiers spricht sich entschieden gegen das geplante unterirdische Parkhaus auf den städtischen Allmenden aus. In einem Positionspapier hat sie am Dienstag den Gemeinderat zu einer Richtigstellung aufgefordert.

Der Gemeinderat schrieb Mitte Juni in seinem Vortrag an den Stadtrat, die Quartierorganisation Dialog Nordquartier beurteile die Einstellhalle kritisch. Diese Darstellung sei unzutreffend, teilte die Organisation nun mit. «Wir lehnen eine unterirdische Einstellhalle in der Schutzzone klar ab», laute ihre korrekte Position.
Zwar befürworte der Leist Bern Nord das Parkhaus. Dieser sei jedoch nur eine von insgesamt 25 Mitgliederorganisationen vom Dialog Nordquartier. Die übrigen Mitglieder würden eine unterirdische Parkierung grossmehrheitlich ablehnen.
Der Dialog Nordquartier verwies in ihrem Papier auf ein Gutachten zum Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Dieses setze bei der Suche nach Parkplätzen eindeutige Prioritäten ausserhalb der Allmenden.
Die Kommission betonte zudem ihren Wunsch nach einer zusammenhängenden Grünfläche ohne exklusive Nutzungsrechte. Zur Verbindung der Grossen und der Kleinen Allmend forderte sie eine Überdachung der Autobahn oder eine deutlich breitere Brücke.
Auch wünscht sie sich «eine spürbare Verbesserung der Aufenthaltsqualität». Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt sie Begrünung, Beschattung und Hitzereduktion sowie einen Ausbau des Baumbestands vor und die Förderung von Magerwiesen und Ruderalflächen.






