Sommaruga unterzeichnet Klimaabkommen mit Georgien

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Am Montag haben Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der georgische Umweltminister Levan Davitashvili ein Klimaabkommen geschlossen.

    Sommaruga, Davitashvili
    Umweltministerin Simonetta Sommaruga und Levan Davitashvili, der georgische Minister für Umweltschutz und Landwirtschaft, nach der Unterzeichnung des Klimaabkommens in Bern. - sda - KEYSTONE/Peter Klaunzer

    Das Wichtigste in Kürze

    • Simonetta Sommaruga und Levan Davitashvili aus Georgien haben den Vertrag unterzeichnet.
    • Die Schweiz verfügt nun über ein Klimaabkommen mit Georgien.

    Die Schweiz hat ein Klimaabkommen mit Georgien geschlossen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga und der georgische Umweltminister Levan Davitashvili haben am Montag ihre Unterschriften unter den Vertrag gesetzt. Hintergrund des Schritts sind die Bestimmungen des Pariser Klimaabkommens.

    In diesem hat sich die Schweiz 2017 dazu verpflichtet, ihren Ausstoss von Treibhausgasen bis bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Ziel ist, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber 1,5 Grad zu begrenzen.

    Viertes Abkommen dieser Art

    Bundesrat und Parlament wollen das Klimaziel primär durch Massnahmen im Inland erreichen. Artikel 6 des Pariser Abkommens erlaubt es Staaten jedoch auch, ihre Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte im Ausland zu kompensieren. Die auf diese Weise im Ausland erzielten Emissionsverminderungen kann die Schweiz an ihr nationales Reduktionsziel anrechnen.

    Das Klimaabkommen mit Georgien ist das insgesamt vierte seiner Art. Im Oktober 2020 hatte die Schweiz den weltweit ersten solchen Staatsvertrag mit Peru abgeschlossen. Einen Monat später folgte jenen mit Ghana in Westafrika.

    Am 23. Juni 2021 genehmigte der Bundesrat den Abschluss von solchen Staatsverträgen mit Senegal und der Inselrepublik Vanuatu im Südpazifik. Das Klimaabkommen mit Senegal unterzeichnete Sommaruga im Juli dieses Jahres während einer Westafrika-Reise.

    Schweiz investiert in eine Förderprogramm

    Mit diesen Verträgen habe die Schweiz für internationale Klimaprojekte einen Standard geschaffen. Dieser respektiere die Menschenrechte und die Natur, betonte Sommaruga am Montag nach der Unterzeichnung des Abkommens mit Georgien.

    Die Staatsverträge legen verbindlich fest, wie die Schweiz die Reduktion des CO2-Ausstosses in den Partnerstaaten mitfinanziert. Das Abkommen mit Georgien bringt dabei inhaltlich eine Neuerung: Die Schweiz investiert in dem Kaukasus-Staat in ein Förderprogramm zur Sanierung von Gebäuden. Mit dem Ziel, energieeffizienteres Heizen und Kühlen zu ermöglichen.

    Dabei sollen Erfahrungen aus dem Schweizer Gebäudeprogramm einfliessen. Bei dem werden mit Mitteln aus der CO2-Abgabe und kantonalen Beiträgen Sanierungen gefördert. Das Abkommen mit Georgien soll nach Angaben des Bundes noch dieses Jahr in Kraft treten.

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