Social Media: 94 Prozent fordern stärkeren Jugendschutz

Simon Huber
Simon Huber

Zürich,

Eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung sorgt sich um den Einfluss sozialer Medien auf Jugendliche. 94 Prozent fordern dazu besseren Jugendschutz.

social media
Ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung fordert strengeren Jugendschutz bezüglich Social Media. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 94 Prozent der Bevölkerung fordern besseren Schutz von Jugendlichen vor Social Media.
  • Viele Menschen stehen Big-Tech-Unternehmen wie Meta oder TikTok kritisch gegenüber.
  • Eine Mehrheit wünscht sich mehr Regulierung und eine stärkere Rolle des Staates.

Soziale Medien sind längst Teil des Alltags.

Gleichzeitig wächst die Sorge über deren Auswirkungen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen.

Laut einer repräsentativen Umfrage von «gfs.bern» im Auftrag der Stiftung Mercator Schweiz sehen viele Menschen Handlungsbedarf.

Sollte es für Jugendliche ein Social-Media-Verbot geben?

94 Prozent der Befragten finden, dass Minderjährige besser vor den schädlichen Folgen sozialer Medien geschützt werden müssen.

Kritik richtet sich gegen Big-Tech-Unternehmen

Die Kritik richtet sich dabei auch gegen grosse Technologieunternehmen. Viele Menschen stehen Big-Tech-Konzernen wie Meta, Google oder TikTok zunehmend skeptisch gegenüber.

90 Prozent der Befragten glauben, dass diese Firmen vor allem auf Profit ausgerichtet sind. Zudem befürchten 82 Prozent, dass die Schweiz zu stark von internationalen Technologiekonzernen abhängig wird.

Gleichzeitig wünschen sich viele eine stärkere Rolle des Staates. 65 Prozent der Befragten sehen den Staat künftig stärker in der Verantwortung. Er soll dafür sorgen, dass die Digitalisierung mehr positive als negative Folgen hat.

Die Diskussion über Social Media erhält derzeit auch international neuen Auftrieb. In den USA hat ein Gericht Meta und Alphabet erstmals für die psychischen Folgen von Social-Media-Sucht haftbar gemacht. Einer 20-jährigen Klägerin wurden drei Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.

Italien plant Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige

In Italien hat die Regierungspartei Lega einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Social Media für Kinder unter 14 Jahren verbieten soll. Für ältere Minderjährige wäre der Zugang nur mit Zustimmung der Eltern möglich.

big tech
65 Prozent der Befragten sehen den Staat künftig stärker in der Verantwortung. - keystone

Die Studie zeigt damit ein klares Bild. Während digitale Technologien viele Vorteile bringen, wächst der Wunsch nach mehr Schutz und strengeren Regeln. Gleichzeitig fordern viele Menschen eine stärkere Kontrolle der grossen Tech-Konzerne.

Kommentare

User #2500 (nicht angemeldet)

Welche studie?

User #3492 (nicht angemeldet)

Will man dann auch am Flugplatz jugendliche Handy kontrollen bei Feriengaesten eunfuehren ? Oder haben Touristen andere Gesetzte ? :-))

Weiterlesen

Reizüberflutung
16 Interaktionen
Aufmerksamkeit sinkt
sdf
360 Interaktionen
Urteil
a
11 Interaktionen
«Filme die Show»

MEHR AUS STADT ZüRICH

Zürich HB Bahnhof
31 Interaktionen
«Psychotricks»
teaer
236 Interaktionen
Zürich
FDP-Tschannen:
14 Interaktionen
FDP-Tschannen
zsc lions
3 Interaktionen
Sweep ist perfekt