So ordentlich sind Schweizerinnen und Schweizer Zuhause
Für die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer gehört Ordnung zum Wohlfühlen zu Hause dazu. Der «Ikea-Wohnmonitor» zeigt auch, dass es in fast allen Haushalten eine «Chaos-Schublade» gibt und Frauen sich öfters über die Ordnung anderer Haushaltsmitglieder ärgern.

Wie steht es um die Ordnung beim Nachhausekommen?
92 Prozent ziehen, wenn sie heimkommen, als erstes die Schuhe aus. Rund die Hälfte der Befragten ziehen sich auch um. Für die meisten steht dabei der Komfort im Vordergrund. Das Umziehen aus hygienischen Gründen ist dabei bei Menschen aus der Grossstadt am verbreitetsten. Nur zehn Prozent setzen sich regelmässig mit Strassenkleidern aufs Bett. Für fast 60 Prozent ist das ein Tabu. Die Jüngeren sind da etwas lockerer drauf: Ein Viertel der 18- bis 35-Jährigen setzt sich regelmässig mit Strassenkleidern ins Bett.
Wie hält es die Schweiz im Alltag mit der Ordnung?
Einmal Zuhause angekommen fühlen sich zwei Drittel nur wohl, wenn es ordentlich ist. Während Jüngere häufiger eher behelfsmässig aufräumen, setzen Ältere eher auf ein System. Am ordentlichsten ist es in der Küche. In 86 Prozent der Küchen hat fast alles seinen festen Platz. Zwei Drittel der Befragten verfügen über ein geordnetes Sammelsystem für sämtliche Wertstoffe. Bei Wohneigentümerinnen und -eigentümern sind es sogar mehr als drei Viertel.
Wo hört die Ordnung auf?
Am schwersten fällt Schweizerinnen und Schweizern die Ordnung im Keller (29 Prozent) und im Reduit (21 Prozent). Auch Vorsätze schaffen dort weniger Ordnung. Knapp mehr als die Hälfte nimmt sich vor, mindestens einmal im Jahr den Keller und Estrich auszumisten. Tatsächlich tun es nur 38 Prozent.
Drei Viertel der Schweizer Haushalte besitzen mindesten eine «Chaos-Schublade». Darin landen vor allem Elektronik und Geräte, Büromaterial, Werk- oder Nähzeug sowie selten Erinnerungsstücke. Ähnlich wird der «Kleiderstuhl» verwendet. 58 Prozent legen getragene Kleidung, die weder schmutzig noch sauber genug für den Schrank ist, auf einen Stuhl oder Sessel, weitere 28 Prozent auf eine Kleiderleiter.
Auch Papier und Digitales bleiben häufig liegen. Knapp mehr als die Hälfte schiebt das Aufräumen von Dokumenten oder Post auf. 43 Prozent prokrastinieren bei digitalen Dateien, wie zum Beispiel Fotos, Musik oder E-Mails. Bei den 18- bis 35-Jährigen bleibt die Post bei fast sieben von zehn Personen liegen.
Führt fehlende Ordnung zu Konflikten?
Noch vor Hygiene oder der Aufteilung der Hausarbeit sorgt Ordnung beim Zusammenleben für die meisten Konflikte. Dabei ärgern sich Frauen häufiger über die Ordnung der anderen als umgekehrt. 37 Prozent der Frauen ärgern sich mindestens einmal pro Woche über die Ordnung anderer Haushaltsmitglieder. Bei den Männern sind es 28 Prozent. Umgekehrt sagen nur 22 Prozent der Frauen, dass sich andere mindestens wöchentlich über ihre Ordnung ärgern. Bei den Männern ist es ein Viertel.
Männer sehen den Haushalt häufiger als Gemeinschaftsaufgaben an, während Frauen sich selbst öfters in der Hauptverantwortung sehen. Bei den Befragten zeigt sich, dass Frauen in Single-Haushalten ihrem eigenen Ordnungsanspruch häufig gerecht werden. Sobald sie mit einem Mann zusammenleben, sinkt die gelebte Ordnung deutlich. Bei den Männern verändert sie sich hingegen kaum.
Knapp die Hälfte der Frauen und ein Viertel der Männer haben schon einmal Gegenstände entsorgt, von denen sich andere im Haushalt nicht trennen wollten.
Bringen Kinder die Ordnung durcheinander?
Fast drei Viertel der Familien mit Kindern zwischen sieben und 13 Jahren diskutieren mindestens einmal pro Woche über herumliegende Spielsachen. In knapp zwei Dritteln der Haushalte mit Kinder unter sieben Jahren ist häufig nicht ordentlich aufgeräumt. Bei Haushalten ohne Kinder ist es nur ein Drittel. Je älter die Kinder werden, desto entspannter wird auch der Umgang mit dem Thema «Aufräumen».
Wie ist der Wohnmonitor aufgebaut?
Der «Ikea-Wohnmonitor» wurde von Ikea Schweiz gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Sotomo umgesetzt. Die Daten stammen von 2410 Personen aus der ganzen Schweiz, die zwischen dem 13. und 30. April in diesem Jahr online befragt wurden. Die maximale Fehlertoleranz der Stichprobe beträgt +/- 2,0 Prozentpunkte.






