Baselland

    Sissacher Gratis-Gasspeicher: Jetzt landet er auf dem Schrott

    Yannick Stay
    Yannick Stay

    Sissach,

    Der Kanton hätte für einen alten Gasspeicher gerne eine Wiederbelebungslösung gefunden. Daraus wurde jedoch nichts. Nun ist sein Schicksal besiegelt.

    gasspeicher
    Diesem Gasspeicher hätte neues Leben eingehaucht werden können. - Facebook / Kanton Basel-Landschaft

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Gasspeicher in Sissach BL «geht in Pension».
    • Um das Objekt vor der Verschrottung zu retten, startete der Kanton einen Aufruf.
    • Kostenlos hätte man es übernehmen können, jedoch die Kosten für Transport und Wiederaufbau tragen müssen.
    • Konkret eingegangen ist auf dieses Angebot niemand.

    Ein Café in einem ehemaligen Gasspeicher? Oder doch lieber eine Voliere? Die Chance auf Realisierung dieser oder zahllos weiterer Umgestaltungsmöglichkeiten bot sich Interessierten einmalig bis zum vergangenen Frühling.

    Denn bis dahin verschenkte der Kanton Baselland den noch laufenden Gasspeicher der ARA Ergolz 1 in Sissach. Dieser geht nämlich «in Pension», wie es in einem Facebook-Post von Ende Oktober 2025 hiess.

    gasspeicher sissach
    Auf Facebook versuchte der Kanton, potenziellen Interessierten den Gasspeicher schmackhaft zu machen. - Screenshot Facebook / Kanton Basel-Landschaft

    Auf dieses Angebot ist jedoch niemand mit einem konkreten Projekt eingegangen, wie die Bau- und Umweltschutzdirektion auf Nau.ch-Anfrage schreibt. Somit wird das einst potenzielle «Upcycling-Unikat» nun definitiv verschrottet.

    Speicher kostenlos, aber…

    Das Interesse an dem Speicher dürfte sich womöglich auch aus finanziellen Gründen in Grenzen gehalten haben. Denn: Zwar ist die 500m3-Hülle kostenlos, die Kosten für Transport und Wiederaufbau sollte man aber selbst berappen.

    Dem Kanton vorwerfen, er hätte nicht sämtliche Register bei der Bewerbung des Objekts gezogen, kann man dabei definitiv nicht. Zusammen mit dem Aufruf auf Social Media lieferte er auch gleich noch Visualisierungen für mögliche Wiederbelebungen. Mittels Künstlicher Intelligenz versteht sich.

    Ein paar Wochen soll der runde Koloss noch laufen. Für danach ist sein Schicksal besiegelt: «Da es keine Abnehmer gibt, wird der Gasspeicher nach Ausserbetriebnahme untersucht, zurückgebaut und verschrottet», so die Bau- und Umweltschutzdirektion.

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    Kommentare

    User #6332 (nicht angemeldet)

    ...die Schweizerische Bauverhinderungs-Behörde hätte zu jeder Art einer Neubelebung Einspruch erhoben...!

    User #5551 (nicht angemeldet)

    Wäre gut gewesen als Regenwassertank.

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