Silvester: Schweiz feiert im kleinen Kreis und ohne Grossfeuerwerke

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Schweiz feiert den Jahreswechsel Corona-bedingt ruhig und privat. Offizielle Feierlichkeiten und Feuerwerke wurden am diesjährigen Silvester abgesagt.

    Silvester schweiz
    Silvester wird in diesem Jahr in der Schweiz vor allem privat gefeiert. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen des Coronavirus feiert die Schweiz den Jahreswechsel eher privat und ruhig.
    • Die meisten Feierlichkeiten und Feuerwerke wurden abgesagt
    • Simonetta Sommaruga und Viola Amherd bedanken sich zum Abschluss.

    Die Schweiz feiert den Jahreswechsel pandemiebedingt ruhig und im kleinen Kreis. Wegen der Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden die offiziellen Feierlichkeiten und Feuerwerke abgesagt. Versammlungen auf normalerweise beliebten Plätzen sind verboten.

    In Basel zum Beispiel findet das traditionelle Silvesterfeuerwerk nicht statt. Auch das Konzert, der Gottesdienst und das Ausschenken des Glühweins am Rheinufer wurden abgesagt.

    In Zürich wurde der «Silvesterzauber Light» in der Innenstadt abgesagt. Die Lichtkunst von Gerry Hofstetter hätte Ersatz für ein Feuerwerk sein sollen.

    Silvesterzauber zürich
    Mindestens 150'000 Besucherinnen und Besucher würden normalerweise zum Zürcher Silvesterzauber erwartet. - Keystone

    Lichtkunst hätte auch in Lausanne an Silvester auf dem Programm gestanden. Die offizielle Veranstaltung in der Kathedrale mit der Beleuchtung eines Denkmals, das zu brennen scheint, wurde jedoch abgesagt. Die Waadtländer Behörden empfehlen, stattdessen privat zu feiern.

    In Bern: Ausnahmsweise alle zwölf Glockenschläge hören

    In Bern läuten auch in diesem Jahr die Glocken des Münsters das alte Jahr aus und das neue Jahr ein. In diesem Jahr bestehe die Chance, um Mitternacht wieder alle zwölf Glockenschläge zu hören. Und nicht nur die ersten zwei, sagte im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Schweizer Radio SRF Münstersigrist Felix Gerber.

    Altstadt Bern Münster
    Blick auf die Altstadt Bern und das Münster. - Keystone

    Denn in normalen Jahren gehe es jeweils auf dem Münsterplatz zu wie an einem Fussball- oder Eishockeyspiel. Wegen des vielen Gekreisches seien die Glocken kaum mehr zu hören und die frühere Besinnlichkeit sei passé.

    Das strikte Feuerwerksverbot auf dem St. Galler Klosterplatz gilt zwar jedes Jahr an Silvester. Doch heuer soll es in der Silvesternacht still bleiben. Die Behörden riefen dazu auf, Personenansammlungen zu vermeiden und im kleinen Rahmen daheim zu feiern.

    Alles ruhig an Silvester im Kanton Graubünden

    Ruhig und still sollte der Jahreswechsel auch in den Bündner Top-Tourismusdestinationen St. Moritz und Davos über die Bühne gehen.

    St. Moritz sagte wegen der Pandemie Neujahrs-Veranstaltungen ab. Eine davon ist die Drohnenshow, die vor einem Jahr anstelle des traditionellen Feuerwerks am Himmel gezeigt worden war.

    Drohnenshow st. moritz
    St. Moritz zeigte am 1. Januar 2020 eine Premiere: Zum ersten Mal wird in der Schweiz an Neujahr eine Drohnenshow praesentiert. - keystone

    Keine Böller und Raketen gibt es in Davos, das als erste Gemeinde im September per Volksabstimmung ein Feuerwerksverbot gesetzlich verankerte. Nur was keinen Lärm macht wie Vulkane, Fackeln oder Höhenfeuer bleibt an Silvester erlaubt.

    Bundesratssprecher André Simonazzi erinnerte am Ende des Corona-Jahres an die geltenden Regeln für Zusammenkünfte: Im öffentlichen Raum dürfen sich nicht mehr als 15 Personen treffen. Im privaten Rahmen sind Treffen von bis zu 10 Personen erlaubt. Empfohlen wird, dass Mitglieder von höchstens zwei Haushalten zusammenkommen.

    André Simonazzi Coronavirus
    Bundesratssprecher André Simonazzi an einer Medienkonferenz. - Keystone

    Trotz Veranstaltungsverbot beging Schaffhausen den Silvesterabend nicht ganz ohne Programm: Im Stadttheater war am frühen Abend ein Silvesterkonzert geplant, das live gestreamt wurde.

    Sommaruga und Amherd bedanken sich

    Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Verteidigungsministerin Viola Amherd verbanden ihre Neujahrswünsche in Tweets ausdrücklich mit einem grossen Dank: An alle, «die sich immer wieder für ihre Mitmenschen einsetzen».

    Sommaruga besucht am Silvester ein Altersheim in Bern, weil die Pandemie insbesondere ältere Menschen besonders treffe. «Wir können sie unterstützen - mit einem Besuch, einem Brief oder einem Telefonanruf.»

    Bundesrat
    Das offizielle Bundesratsfoto 2021. - keystone

    Gesundheitsminister Alain Berset schrieb in einem Tweet, das Jahr 2020 habe uns «geschüttelt und geprüft». Es habe uns aber auch gezeigt, wie wertvoll Gemeinschaft und Zusammenhalt seien. «Das nehmen wir mit.»

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