Schweizerinnen und Schweizer kaufen immer mehr Waffen
In der Schweiz werden immer mehr Waffenerwerbsscheine ausgestellt. Neben sportlichen Gründen spielt auch das Sicherheitsbedürfnis eine Rolle.

Das Wichtigste in Kürze
- 2025 wurden in der Schweiz deutlich mehr Waffenerwerbsscheine ausgestellt als im Vorjahr.
- Die meisten Waffen werden laut Studie für sportliche Zwecke genutzt.
- Neben dem Sport spielt jedoch auch ein wachsendes Sicherheitsbedürfnis eine Rolle.
Sei es aus sportlicher Leidenschaft oder aus einem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer entscheiden sich für den Kauf einer Waffe. Auch bei den Waffenerwerbsscheinen zeigt sich ein klarer Trend nach oben.
Wie SRF berichtet, bestätigen mehrere Kantone in der Deutschschweiz diese Entwicklung. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der ausgestellten Waffenerwerbsscheine im Vergleich zum Vorjahr um 10 bis 30 Prozent.
Eine Studie der ZHAW zeigt zudem: Die Mehrheit der Waffenbesitzer nutzt ihre Waffen für sportliche Zwecke.
Einer von ihnen ist Serviceleiter Thomas Rubi. Gegenüber SRF sagt der Mettmenstettener, der erst kürzlich einen Waffenerwerbsschein beantragt hat: «Für mich ist es der Sport. Zu schiessen, sich eine Handfertigkeit anzueignen und darin immer besser zu werden.»
Auch das Sicherheitsbedürfnis spielt eine Rolle
Doch insbesondere in Zeiten geopolitischer Krisen dürfte auch das Sicherheitsbedürfnis eine Rolle spielen. Simon Meier, Leiter des Waffengeschäfts «Thoron», bestätigt gegenüber SRF: «Ja, dieses Bedürfnis nach Sicherheit, das erleben wir.»
Meier führt das Geschäft seit fast vier Jahren und beobachtet seither eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach Waffen.
Gleichzeitig stellt er fest, dass sich die Motivation vieler Kunden verändert: «Die Kunden entdecken die Freude am Schiesssport generell und vergessen dann das Sicherheitsbedürfnis», so Meier.
Auch Karin Kayser-Frutschi, Präsidentin der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD), beurteilt die Entwicklung gelassen. Zwar sei die unsichere Weltlage ein Faktor für den Anstieg – Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht.
Entscheidend sei nicht die Anzahl der Bewilligungen, sondern die Kontrolle darüber, wer unter welchen Voraussetzungen Zugang zu einer Waffe erhält. Und wie diese verwendet wird.
Mit einer konsequenten Umsetzung des Waffengesetzes könne dies sichergestellt werden.













