Schweizer Gletscher Bella Tola ist dieses Jahr weggeschmolzen
Der heisse Sommer macht sich nicht nur im Tal, sondern auch im hochalpinen Raum bemerkbar. Der Gletscher Bella Tola im Wallis ist wegen der Hitze verschwunden.

Das Wichtigste in Kürze
- Ganz Westeuropa leidet unter einer Rekordhitze und -trockenheit.
- Betroffen ist auch die Schweiz. Hierzulande purzelten bereits Temperaturrekorde.
- Auch in den Bergen spürt man die Auswirkungen des aussergewöhnlich heissen Sommers.
- Der Walliser Gletscher Bella Tola ist ganz weggeschmolzen.
Die Schweiz ächzt unter einem Rekord-Hitzesommer.
Seit Juni kam es hierzulande zu mehreren rekordverdächtigen Hitzewellen. In Basel wurde gar der Temperatur-Allzeitrekord gebrochen.
Mit der Hitze einher geht heuer auch die Trockenheit. Beinahe in der gesamten Schweiz gilt ein Feuerverbot, Felder und Bäume verdorren, Gewässer trocknen langsam aus.
Permafrost taut auf – Berge bröckeln
Das heisse und niederschlagsarme Jahr ist aber auch im hochalpingen Gebiet gut zu spüren. Denn: Auch dort macht sich der Rekordsommer bemerkbar.
So beispielsweise auch an einem der bekanntesten Schweizer Gipfel, dem Matterhorn.
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Dort kam es vor kurzem zu einem gewaltigen Felssturz – weil der stabilisierende Permafrost heuer stärker aufgetaut ist als gewöhnlich.
Bella-Tola-Gletscher ist verschwunden
Betroffen sind aber auch die Gletscher. Die ohnehin schon leidenden Eismassen trifft der Hitzesommer besonders hart.
Für den Walliser Gletscher Bella Tola bedeutete das heisse und trockene Wetter Anfang August gar den Tod.
Von ihm ist nichts mehr übrig, wie Bilder zeigen, die der Westschweizer Zeitung «Le Nouvelliste» vorliegen.
Wo im August 2010 noch ein kleiner Rest aus Schnee und Eis lag, ist nun nur noch Geröll zu sehen.
Es sind «die schlimmsten Bedingungen für das Abschmelzen der Gletscher»
Gegenüber der Zeitung erklärt Schneeforscher Robert Bolognesi: «Das aussergewöhnliche Jahr, das wir bereits Ende Mai erwartet hatten, ist nun eingetreten.»
Denn: «Der Schnee ist extrem schnell geschmolzen, das Eis lag anschliessend frei und es kam zu einer Hitzewelle nach der anderen.»
Das seien «die schlimmsten Bedingungen für das Abschmelzen der Gletscher», so der Schneeforscher. Doch einen genauen Überblick über die Schäden an den Schweizer Gletschern könne man erst in einigen Wochen ziehen.

Allerdings sei bereits jetzt klar, dass wohl alle Gletscher betroffen sein dürften: «Die kleineren, hängenden Gletscher sind natürlich sehr empfindlich. Aber auch die grösseren wie der Aletschgletscher leiden stark.»















