Wanderwege sollen künftig beschattet oder verlegt werden
Hitze macht viele Routen unangenehm oder riskant. Nun prüft ein Verein neue Wege, Ruheplätze und kühlere Strecken.

Das Wichtigste in Kürze
- Hitze macht Wandern im Flachland unangenehmer und im Gebirge riskanter.
- Besonders im Mittelland fehlen oft Schattenplätze und Wasserquellen.
- Die Berner Wanderwege wollen ihr 10’000-Kilometer-Netz hitzetauglicher machen.
Die Hitze macht das Wandern in vielen Regionen unattraktiver und teils riskanter. Im Hochgebirge steigt wegen der Gletscherschmelze die Gefahr von Steinschlägen. Im Flachland fehlt vielerorts Schatten.
Besonders im Mittelland sei Wandern derzeit unangenehm, sagt Jerun Vils, Geschäftsführer der Berner Wanderwege, gegenüber SRF. Der Verein will das Berner Wanderwegnetz deshalb hitzetauglicher machen.
Im Kanton gibt es rund 10’000 Kilometer Wanderwege. Viele Routen im Mittelland führen über Feldwege mit wenig Schatten und wenigen Wasserquellen.
Berner Wanderwege planen mehr Schatten
Geplant sind mehr Schattenplätze und mehr Wasser entlang der Wege, wie das Regionaljournal Bern-Fribourg-Wallis berichtet. Denkbar seien laut Vils Biotope, Spielplätze oder Ruheplätze.
Zudem prüft der Verein, ob Wander- und Bergwege verlegt oder neue Routen geschaffen werden können.
Das brauche jedoch Zeit und viele Absprachen. Betroffen seien unter anderem Fragen zu Wasser, Wald, Naturschutz, Landwirtschaft und Landbesitz.
Vils empfiehlt Wandernden derzeit Routen entlang von Flüssen, durch Schluchten oder durch Wälder.
Er selbst will in den nächsten Tagen in die Berge gehen, aber nicht an einen Hotspot. Dort könne man sich besser erholen und abkühlen.











