SBB und Deutsche Bahn planen vor Schaffhausen weniger Zwischenhalte
Damit die Züge zwischen Stuttgart und Zürich pünktlicher werden, planen die Deutsche Bahn und die SBB eine weitere Änderung: Ab Dezember gibt es auf dem deutschen Abschnitt weniger Zwischenhalte. Zudem wird die Fahrzeit verlängert.

Ab Fahrplanwechsel im Dezember werden auf dem Streckenabschnitt in Deutschland weniger Haltestellen angefahren. Zudem wird die Reisezeit zwischen Schaffhausen und Stuttgart teilweise um elf Minuten verlängert, wie SBB und Deutsche Bahn am Dienstag gemeinsam mitteilten. Dieses neue Fahrkonzept sei ein weiterer Schritt zur «langfristigen Stabilisierung» der Strecke Stuttgart-Zürich.
Die ständigen Verspätungen und Zugausfälle der Deutschen Bahn auf der Strecke Stuttgart-Zürich waren lange Zeit ein Ärgernis. Betroffen waren auch zahlreiche Pendlerinnen und Pendler auf der Strecke Schaffhausen-Zürich, da die IC-Verbindungen zusammen mit der stündlichen RegioExpress-Verbindung der SBB den Halbstundentakt nach Zürich sicherstellen sollen.
Seit dem letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2025 fährt deshalb jeder zweite Zug aus Stuttgart nur noch bis Singen D. Ab dort fährt fahrplanmässig ein Zug via Schaffhausen nach Zürich. Zudem verkehrt ab Schaffhausen ein SBB-Ersatzzug, wenn die deutschen Züge zu stark verspätet sind.
Mit diesen Massnahmen konnte die Verlässlichkeit der Verbindung gemäss SBB bereits deutlich verbessert werden. Die durchschnittliche Ankunftspünktlichkeit in Zürich wurde um rund 20 Prozentpunkte auf über 80 Prozent gesteigert.
Im Frühling 2027 wollen SBB und Deutsche Bahn entscheiden, ob sie die Massnahmen weiterführen oder zu stündlich durchgehenden Zügen zwischen Stuttgart und Zürich zurückkehren.
Stuttgart-Zürich ist nicht die einzige grenzüberschreitende Verbindung, auf der die SBB Probleme mit der Deutschen Bahn hatten. Auch in Basel kappten die SBB im Frühling 2025 vorübergehend zwei DB-Verbindungen in die Schweiz.










