Kadetten Schaffhausen vor Auswärtsspiel in Chambéry
Die Kadetten Schaffhausen reisen mit vier Punkten aus zwei Spielen nach Frankreich zu Chambéry Savoie. Anpfiff ist am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 18.45 Uhr.

Wie die Kadetten Schaffhausen berichten, konnten sich die Franzosen nach einer eher überraschenden Niederlage zum Start in Izvidac (33:34) mit einem 33:25-Auswärtssieg in Bukarest rehabilitieren und ebenfalls Selbstvertrauen für das erste Heimspiel in der diesjährigen European League tanken. Unbekannt ist der Gegner den Kadetten nicht. Neben regemässigen Teilnahmen am Tournoi des Alpes in Chambery traf man auch schon in der Champions League aufeinander (2011/2012) und duellierte sich im Cup Winners Cup.
Chambery gelang nach zwei Spielzeiten ohne Teilnahme am internationalen Wettbewerb mit dem fünften Platz die Rückkehr in die European League. Im Vorgängerwettbewerb EHF Cup drang Chambery 2016 bis in die Finals vor. Viele junge französische Talente überraschten in der letzten Spielzeit und wollen sich nun auch in Europa präsentieren.
In der 4500 Zuschauer fassenden Arena Le Phare wird die Kadetten somit ein heisser Tanz erwarten. Mit vier Punkten aus sechs Spielen – bei vier Auswärtsspielen – liegt Chambery in der Meisterschaft auf Rang 13. Mit zuletzt zwei Remis bei Topteam Montpellier und am Freitag bei Chartres sowie dem Erfolg in Bukarest zeigt der Trend jedoch aufwärts.
In den ersten beiden EHL-Spielen ragte Torwart Rodriquez Lario mit einer hervorragenden Quote von 36 Prozent heraus. Rodriquez gehört zum erweiterten Kader Spaniens. Die Fäden in der Mitte ziehen Lucas Vanègue, der zum erweiterten Kader Frankreichs zählt, sowie der Portugiese André Sousa. Zu beachten ist auch der junge griechische Nationalspieler Achilleas Tokas im rechten Aufbau.
Gute Ausgangslage erarbeitet
«Es war schon ein kleines Feuerwerk am Anfang», blickt Yari Prince zurück auf die 42:30-Gala gegen Izvidac in der stimmungsvollen BBC Arena. «Wir waren von Anfang an ready. Haben das in der Garderobe, im Warmup gezeigt und sofort auf die Platte gebracht.»
Diese Körpersprache und Konzentration wird es beim oft genannten Gruppenfavoriten wieder benötigen. «Wir haben gewusst», so der linke Flügelspieler, «dass es bei einer Niederlage ganz schön eng für uns werden kann.» Nun ist zwar eine gute Grundlage gelegt – «aber noch ist nichts durch oder entschieden», warnt Prince.
«Aber wir haben uns mit vier Punkten eine gute Ausgangslage erarbeitet.» Diese nun zu vergolden ist das Ziel für die relativ kurze Reise mit nur rund 400 Kilometern in die rund 60’000 Einwohner zählende Stadt am Fusse der Savoyer Alpen.
Gute Entwicklung in den letzten Wochen
Captain Luka Maros blickt auf eine gute Entwicklung der Orangen in den letzten Wochen zurück und erklärt: «Es zeigt sich, was wir trainiert haben, um das Spiel breit zu machen und dieses Tempo auf das Feld zu bringen.» Grundlage sei dafür zudem die stabile Deckung um Ariel Pietrasik und Lucas Meister, die Torwart Leon Bergmann zu starken Leistungen in den letzten Partien beflügelte.
In Chambery erwarte er einen hochmotovierten Gegner, der die erste Niederlage ausmerzen möchte. Maros: «Wir werden auf uns sehen und das Handballspielen geniessen.» Dann könnte es die nächste magische Europacup-Nacht werden.








