SBB heizt Weichen auf Maximum – Verspätungen trotzdem möglich
Die eisigen Temperaturen machen der SBB zu schaffen. Trotz beheizter Weichen kann es zu Verspätungen kommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die eisige Kälte hält an – das hat auch Auswirkungen auf den ÖV.
- Die Weichenheizungen der SBB laufen auf Hochtouren.
- Trotzdem: Reisende müssen mit Verspätungen rechnen.
Die Kältepeitsche hat die Schweiz fest im Griff. Die Temperaturen bewegen sich kaum über dem Gefrierpunkt. Am Dienstagmorgen kämpfte die SBB bereits mit Verspätungen.
«Witterungsbedingter Schienenzustand», lautete die Begründung der Durchsage etwa auf Perrons im Raum Zürich.
Auch Reisende nach Bern kamen verspätet zum Ziel. Dazu hatte eine technische Störung wegen vereister Bahnanlage geführt.
Weniger frostig wird es auch in den nächsten Tagen kaum. Am Mittwoch liegen die Höchstwerte zwischen minus sechs und minus einem Grad.
«Laufen seit Tagen unter Volllast»
Reisende müssen wegen der Kälte damit rechnen, verspätet ans Ziel zu kommen. Obwohl die SBB eigentlich alle möglichen Vorkehrungen trifft.
Die Bundesbahnen haben 7500 Weichenheizungen auf dem ganzen Netz. Mediensprecherin Carmen Hefti sagt zu Nau.ch: «Sie laufen aufgrund der sehr kalten Temperaturen seit Tagen unter Volllast – Da sind Störungen leider nicht ausgeschlossen.»
Auch bei der Inbetriebnahme der Züge am frühen Morgen komme es aufgrund der Kälte zu Verzögerungen. «Obwohl dafür mehr Zeit eingeplant wird», sagt Hefti.
SBB: «Beibt eine herausfordernde Zeit»
Sollen Reisende also besser gleich einen Zug früher nehmen, um pünktlich ans Ziel zu kommen? Auf diese Frage geht die SBB nicht ein.
Carmen Hefti sagt aber: «Meteorologisch stehen uns weitere eisige Tage bevor – es bleibt also eine herausfordernde Zeit.»
Die SBB entschuldigt sich bei den Reisenden für die Unannehmlichkeiten.
Beheizte Signalanlagen
Weichenheizungen kommen an neuralgischen Punkten zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass Weichen auch bei Temperaturen bis minus 20 Grad funktionieren. 65 Prozent der Weichenheizungen sind elektrisch und 35 Prozent mit Gas betrieben.
Nicht beheizte Anlagen werden manuell enteist. Zusätzlich verhindern beheizte Signalanlagen Störungen, die zu Zugausfällen führen könnten.

















