Wegen der Pandemie hat die Internetnutzung in der Schweizer beeinflusst. Digitale Behördendienste und Online-Bildung waren stark gefragt.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Auch bei der Internetnutzung sind die Corona-Folgen zu spüren.
  • So waren digitale Behördendienste und Online-Bildung stärker gefragt als sonst.
  • Dies zeigt eine Erhebung zur Internetnutzung des Bundesamts für Statistik.

Die Pandemie hat die Internetnutzung der Schweizer Bevölkerung laut einer Statistik des Bundes teils erheblich verändert. Stark gefragt waren etwa digitale Behördendienste, aber auch Online-Bildung. Bezahlt wurde häufiger per Handy-App und weniger mit Kreditkarte.

Dies ging aus der jüngsten Erhebung zur Internetnutzung hervor, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch veröffentlichte.

Durchgeführt wurde sie bei 3000 Haushalten von April bis Juni. Demnach haben 2021 rund 96 Prozent der 15- bis 88-Jährigen das Internet genutzt. Über die Hälfte der Menschen ab 75 Jahren surfte täglich im Netz.

Rekordanstieg bei E-Government-Diensten

Im Vergleich zu 2019 kam es zu einem Rekordanstieg bei der Nutzung elektronischer Behördenleistungen (E-Government-Diensten). Die Zahl der Personen, die online ein Formular ausgefüllt haben, schnellte von 43 auf 68 Prozent der Bevölkerung hoch. So erledigten die Menschen etwa Anmeldungen und Bestätigungen in Zusammenhang mit Hilfen oder Entschädigungen sowie auch Impfformulare elektronisch.

Schülerin beim E-Learning.
Schülerin beim E-Learning. - unsplash

Bei den übrigen Online-Aktivitäten waren Gesundheits- oder Bildungsangebote stärker gefragt als in den Vorjahren. Telefonate, Videokonferenzen und Instant Messaging sowie Freizeitaktivitäten wie Musik hören waren mit mehr als fünf Prozent ebenfalls markant gewachsen. Eingebrochen (von 60 auf 45 Prozent) war die Nutzung von Dienstleistungen im Bereich Reisen und Unterkunft. Reisen war während der Pandemie teils nur eingeschränkt möglich.

Zu einem Wandel der Gewohnheiten kam es bei den verwendeten Zahlungsmitteln im Internet. Der Anteil der E-Konsumentinnen und E-Konsumenten, die ihre Käufe mit einer Smartphone-App bezahlten, stieg von 14 auf 34 Prozent der Bevölkerung. Dafür bezahlten weniger Leute ihre Einkäufe mit einer Kreditkarte (66 statt 57 Prozent). Bitcoins und andere Kryptowährungen wurden von weniger als einem Prozent der Bevölkerung oder 60'000 Personen als Zahlungsmittel angegeben.

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