Regionaler Richtplan sieht vier Windkraftzonen im Seeland vor

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Im regionalen Richtplan für Biel/Seeland sollen vier Gebiete als potenzielle Standorte für Windkraftanlagen verankert werden.

Der Ständerat debattiert den ganzen Donnerstag über den Ausbau der Wasser- und der Windkraft sowie der Solarenergie. Die Wogen werden wohl hochgehen. (Themenbild)
Im regionalen Richtplan für Biel und das Seeland sollen vier Zonen ausgewiesen werden, die grundsätzlich für Windkraftanlagen geeignet sind. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

In der Region Biel/Seeland sollen vier Regionen als mögliche Gebiete für Windkraftanlagen im regionalen Richtplan verankert werden. Die Mitglieder der Planungsregion Seeland.biel/bienne befinden Anfang Juli über den Richtplan.

Bei den Mitgliedern handelt es sich um die 61 Gemeindepräsidien im Perimeter der Planungsregion. Diese hat vier Gebiete am Hagneckkanal, auf dem Büttenberg, in Seedorf und in Diessbach/Büetigen als geeignet eingestuft, wie sie in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Potenzial von 33 neuen Windrädern

Insgesamt 12 Gebiete wurden näher angeschaut. Nach einer öffentlichen Mitwirkung wurde die Planung bereinigt. In den nun ausgeschiedenen Gebieten seien bis zu 33 Windräder denkbar, mit einer Stromproduktion von 230 Gigawattstunden pro Jahr, heisst es in der Mitteilung weiter.

Dies würde in etwa dem Verbrauch von 50'000 durchschnittlichen Vierpersonenhaushalten entsprechen.

Der regionale Richtplan beantwortet die Frage, wo in der Region Windenergieanlagen gemäss den gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung anderer Nutzungs- und Schutzinteressen möglich sind.

Gemeinden haben das letzte Wort

Anlagen mit einer Gesamthöhe von über 30 Metern sind nur in Gebieten zulässig, die in einem regionalen Richtplan ausgeschieden wurden. Der Entscheid, ob eine Anlage gebaut wird, obliegt den Standortgemeinden.

Diese müssen in ihrer Nutzungsplanung die Standorte von Windenergieanlagen grundeigentümerverbindlich festlegen. Dazu braucht es einen Gemeindeversammlungsbeschluss beziehungsweise eine Volksabstimmung.

Kommentare

User #1839 (nicht angemeldet)

Energiewende wird scheitern wie in Costa Rica als Beispiel, und zeigt auf dass die Energiewende nicht gelingen kann. Seit 2015 deckt der Staat in Mittelamerika seinen Strombedarf nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien. Auch insgesamt hat sich das Land im nationalen Dekarbonisierungsplan 2018 bis 2050 der Abkehr von den fossilen Energieträgern Öl und Gas verschrieben. Ausgerechnet diese Vorbildnation erwägt jetzt jedoch trotzdem wieder den Einsatz von Öl und Gas. Aha...

User #1839 (nicht angemeldet)

Müssen 151 Windkraftanlagen, deren Errichtung mehr als 1,1 Milliarden Euro gekostet hat, abgerissen werden, weil sie die Rentierzucht der indigenen Samen beeinträchtigen? Das ist jedenfalls die wahrscheinliche Konsequenz eines Urteils, das Norwegens Oberster Gerichtshof am Montag verkündete. Ihre Einwirkung auf die Kultur der Samen verletze deren Menschenrechte. Es liege ein Verstoß gegen den auch „UN-Zivilpakt“ genannten „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ vor. Dessen Artikel 27 verbrieft einen umfassenden Schutz der Kultur ethnischer, sprachlicher und religiöser Minderheiten. Dass der Bau und der Betrieb dieser Anlagen einen massiven Eingriff in die Rentierzucht und damit die Lebensgrundlage und Kultur der Samen darstellt, gestand seinerzeit auch die Genehmigung zu. Aber sie ging davon aus, dass der Bau vertretbar sei, wenn den Samen für Mehrarbeit und Mindereinnahmen von den Windkraftbetreibern angemessener Schadenersatz gezahlt würde. Windkraftanlagen schaden Mensch,Tier und Natur.

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