Regen der vergangenen Tage gleicht Trockenheit laut Bund nicht aus
Zwar haben die vergangenen Tage vielerorts in der Schweiz lange vergessene Regenmengen gebracht. Das reicht aber längst nicht, um die lange Trockenphase auszugleichen. Nach Einschätzung des Bundes entspannt sich die Lage in Natur und Landwirtschaft lediglich auf der Alpensüdseite.

Im Tessin seien die letzten Tage grössere Niederschlagsmengen gefallen, und auch für diese Woche sei auf der Alpensüdseite Regen vorhergesagt. Daher werde sich die Trockenheitssituation auf der Alpensüdseite deutlich entspannen, hiess es am Montag vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf eine Anfrage von Keystone-SDA.
Auf der Alpennordseite habe der Regen von letztem Freitag zwar zu Anstiegen der Gewässer geführt. Die Pegel lägen allerdings grösstenteils immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt für die Saison. Und die Böden hätten den Regen der letzten Tage nur oberflächlich aufnehmen können.
Bis sich aber das ganze System von der langen Trockenperiode erholt habe, namentlich auch das Grundwasser, brauche es noch mehr flächigen Regen auf der Alpennordseite, betont das Bafu.
Wegen des aussergewöhnlich heissen und trockenen Sommers 2026 sind statistisch nachweisbar mehr ältere Menschen gestorben, und in der Landwirtschaft geht wegen verbreiteter Dürre das Futter für die Tiere aus. Auch die Wälder haben gelitten und sind vielerorts Monate vor der Zeit braun gefärbt.
Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, sieht nach einer kurzen Westwindphase Ende August schon im September erneut trockene Zeiten kommen. «Über einen Zeitraum von 90 Tagen betrachtet könnten die Defizite weiterhin erheblich bis gross ausfallen, insbesondere nördlich der Alpen», schätzt Meteoschweiz die Situation ein.






