Produzenten- und Importpreisindex sinkt wegen tieferem Ölpreis
Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz sind im Juni im Vergleich zum Vormonat gesunken. Der Ölpreisrückgang war der Hauptgrund dafür.

Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) fiel gegenüber Mai um 0,3 Prozent auf 99,8 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Der Produzentenpreisindex kam um 0,1 Prozent und der Importpreisindex um 0,7 Prozent zurück.
Preisrückgänge zeigten bei beiden Subindizes insbesondere Mineralölprodukte sowie Erdöl und Erdgas, wie es in der Mitteilung heisst. Bei den Importpreisen verbilligten sich ausserdem pharmazeutische Spezialitäten und Nahrungsmittel, während bei Metallen sowie Computern höhere Preise beobachtet wurden.
Auch auf Jahresbasis steht der PPI erneut im Minus – zum 38. Mal in Folge. Zum Juni 2025 lag das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten 2,1 Prozent tiefer nach einem Minus von 1,8 Prozent im Monat davor. Beim Importpreisindex lag das Minus im Juni bei 0,8 Prozent, beim Produzentenpreisindex bei 2,7 Prozent.
Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Der Index hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen volatiler. Die Jahresteuerung auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) lag im Juni 2026 bei 0,5 Prozent.










