Preise für Generalabonnements steigen weniger stark als geplant

Keystone-SDA
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Bern,

Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wird ab Dezember teurer. So schlimm wie noch im März angegeben wird es vor allem für GA-Besitzer aber nicht.

GA ÖV
Die ÖV-Preise steigen an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die neuen Tarife wurden nach Gesprächen mit dem Preisüberwacher nach unten korrigiert.
  • Die GAs der 2. Klasse & 1. Klasse werden 100 statt 200 bzw. 250 statt 330 Franken teurer.

Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden ab Dezember teurer. Allerdings werden die Tarife vor allem bei den Generalabonnements weniger stark steigen als noch im März von der Branchenorganisation Alliance Swisspass angekündigt worden war.

So wird ein GA der 2. Klasse künftig 4095 statt 4195 Franken und eines der 1. Klasse 6770 statt 6850 Franken kosten, teilte Alliance Swisspass am Dienstag mit. Das GA der 2. Klasse wird also 100 statt 200 Franken teurer, das der 1. Klasse wird 250 statt 330 Franken mehr kosten.

Die neuen Tarife wurden nach Gesprächen mit dem Preisüberwacher nach unten korrigiert. Die Erhöhung bleibe aber notwendig, um die Teuerung und die gestiegenen Kosten für Personal, Energie, Material und Unterhalt decken zu können, so Alliance Swisspass.

Preisüberwacher
Die neuen Tarife wurden nach Gesprächen mit dem Preisüberwacher nach unten korrigiert. - keystone

Bei weiteren Tarifen bleibt es bei den im März angekündigten Erhöhungen. Das Halbtax-Abo für Erwachsene wird um fünf Franken erhöht. Der Bonus der Guthaben-Pakete beim Halbtax Plus bleibt unverändert.

Findest du über 4000 Franken für ein GA okay?

Für Kinder, Jugendliche und Familien werden die Preise gar nicht oder nur geringfügig erhöht. Zudem werden die SBB ihr Angebot an Sparbilletten ausbauen. 2027 seien in diesem Bereich Rabatte in der Höhe von 90 Millionen Franken eingeplant.

Die durchschnittliche Erhöhung der Tarife beträgt gemäss Communiqué somit 3,6 statt 3,9 Prozent. Regionale ÖV-Verbünde legen ihre Tarifanpassungen eigenständig fest.

Zweite Tariferhöhung seit 2023

Die letzte schweizweite Tariferhöhung ist drei Jahre her. Zuvor waren die Preise des öffentlichen Verkehrs auf nationaler Ebene sieben Jahre lang stabil geblieben. Per Ende 2023 stiegen die Billettpreise um durchschnittlich 3,7 Prozent. Vor der Intervention des Preisüberwachers hatte Alliance Swisspass eine Erhöhung um 4,3 Prozent vorgesehen.

Umstritten war damals in erster Linie der Preis des Generalabonnements. Schliesslich handelte Meierhans beim 2. Klasse-GA eine Tariferhöhung um 3,5 statt wie zunächst angekündigt 5,7 Prozent aus.

VCS spricht von «kosmetischen Korrekturen»

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) kritisierte am Dienstag, Alliance Swisspass halte an der Preiserhöhung im Grundsatz fest und habe diese nur leicht abschwächt. Das sei unverständlich. Die geringeren Aufschläge beim Generalabonnement und zusätzliche Sparbillette seien nur «kosmetische Korrekturen und kein substanzieller Kurswechsel».

«Wer den öffentlichen Verkehr stärken will, darf ihn nicht kontinuierlich verteuern», lässt sich VCS-Geschäftsführerin Stéphanie Penher in einer Medienmitteilung vom Dienstag zitieren. Höhere Billettpreise seien dann gerechtfertigt, wenn auch das Angebot ausgebaut und verbessert werde. Mit den angekündigten Preiserhöhungen stünden nun also Bund, Kantone und Transportunternehmen in der Pflicht.

Kommentare

User #4822 (nicht angemeldet)

Weshalb braucht man ein GA? Die meisten fahren günstiger ohne GA.

User #4822 (nicht angemeldet)

Netzinfrastruktur kostet halt. Fünfer und Weggli gibt es nicht.

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