Pakistan: US-Iran-Gespräche am Sonntag in der Schweiz
Nach Angaben des Vermittlerstaats Pakistan sollen am Sonntag in der Schweiz Gespräche zwischen dem Iran und den USA geführt werden. Diese würden auf technischer Ebene in Bürgenstock abgehalten, hiess es in einer Mitteilung des pakistanischen Aussenministeriums am Nachmittag.

Vertreter der Vereinigten Staaten, des Irans sowie der Vermittler Pakistan und Katar würden an den Gesprächen teilnehmen, hiess es weiter. Islamabad werde den Prozess als Mediator weiterhin unterstützen, um die im Rahmenabkommen erzielten Übereinkünfte zu vertiefen.
Kurz davor hatte es aus dem Iran geheissen, Verhandler reisten nun doch in die Schweiz, um die Details des Rahmenabkommens zu diskutieren und von den USA die Erfüllung der Verpflichtungen der Gegenseite einzufordern, wie der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai im Staatssender Irib ankündigte.
Der Iran habe sich an die Vereinbarungen gehalten, erklärte Baghai, während die USA bereits den ersten Absatz des Abkommens verletzt hätten. Die Zusage, eine Waffenruhe an allen Fronten – einschliesslich des Libanons – herbeizuführen, sei nicht eingehalten worden.
Zwar hätten sich die USA verpflichtet, Israel zu einer Waffenruhe im Libanon zu bewegen, doch diese Massnahme sei ausgeblieben. «Wenn die Gegenseite sich weigert, ihren Verpflichtungen nachzukommen, wird der Iran dies ebenfalls nicht tun», erklärte der Sprecher. Am Nachmittag hatte das zentrale Militärkommando der Islamischen Republik erklärt, die Strasse von Hormus wieder für die Durchfahrt aller Schiffe sperren und dies mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe im Südlibanon begründet.
Zuvor hatte US-Vizepräsident JD Vance eine Reise in die Schweiz in Aussicht gestellt, ohne einen genauen Termin zu nennen. «Ich gehe davon aus, dass ich irgendwann in den kommenden Tagen abreisen werde», sagte Vance in einem Interview des Senders Fox. Vance bestätigte, dass derzeit bereits Gespräche in der Schweiz stattfänden – und in diesem Zusammenhang auch, dass sich der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff in der Schweiz befänden. «Nach meinem Eindruck, den ich heute Morgen im Gespräch mit Jared und Steve gewonnen habe, laufen die Dinge gut.»
Eine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich für Freitag angedacht. Es fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt.






