On verliert prägende Führungsfigur - Gründer bündeln Macht
Der Sportartikelhersteller On verliert mit dem Rücktritt von CEO Martin Hoffmann eine prägende Führungsfigur. Der langjährige Manager zieht sich nach rund 13 Jahren im Unternehmen aus dem operativen Geschäft zurück.

Gleichzeitig rücken die Gründer wieder stärker ins Zentrum der Macht: Während David Allemann und Caspar Coppetti nun auch die operative Führung als Co-CEOs übernehmen, behalten sie auch weiterhin den Vorsitz im Verwaltungsrat. Damit wird sowohl der strategische als auch die operative Verantwortung bei den beiden Gründern gebündelt.
Eine solche Doppelrolle gilt aus Corporate-Governance-Sicht als nicht unproblematisch und dürfte entsprechend von Marktbeobachtern genau verfolgt werden. On begründet das damit, dass das Unternehmen in der nächsten Wachstumsphase bewusst auf eine enge Verzahnung von Gründer-Vision und operativer Umsetzung setzen will.
Der Schritt folgt auf eine Phase des Umbaus an der Spitze: Seit dem Börsengang 2021 in New York hatten zunächst Martin Hoffmann und Marc Maurer das Unternehmen als Co-CEOs geführt. Nach dem Abgang Maurers im vergangenen Jahr übernahm Hoffmann die operative Leitung allein.
Hoffmann prägte das Unternehmen über Jahre hinweg in verschiedenen Rollen entscheidend. In dieser Zeit entwickelte sich das Zürcher Start-up zu einem globalen Konzern mit zuletzt 2025 mehr als 3 Milliarden Franken Umsatz. Nun will er eine Auszeit nehmen, dem Unternehmen aber noch bis März 2027 beratend zur Seite stehen.
Das dritte Gründungsmitglied Olivier Bernhard bleibt derweil weiterhin im Verwaltungsrat des 2010 gegründeten Laufschuhherstellers. Er fokussiert sich wie bisher auf Produktentwicklung und Innovation.






