In Niederglatt ZH wurde in einem Geflügelbetrieb die ansteckende Newcastle-Krankheit nachgewiesen. Die Schutzmassnahmen konnten nun aufgehoben werden.
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In Niederglatt ZH wurde in Januar bei Legehennen die hochansteckende Newcastle-Krankheit nachgewiesen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Das Wichtigste in Kürze

  • In Niederglatt ZH auf einem Geflügelbetrieb brach kürzlich die Newcastle-Krankheit aus.
  • Nun werden die Massnahmen aufgehoben.
  • Der betroffene Betrieb mit Lagehennen wurde gesperrt.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hielt Absprache mit den kantonalen Behörden. Die Massnahmen gegen die Newcastle-Krankheit werden am 15. Februar aufgehoben.

Massnahmen gegen Newcastle-Krankheit

Angeordnet wurden diese nach einem Ausbruch der Seuche in einem Geflügelbetrieb in Niederglatt ZH. Der betroffene Betrieb mit Legehennen wurde gesperrt, nachdem die hochansteckende Tierseuche Ende Januar dort entdeckt wurde.

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Die Hühner werden nach dem Ausbruch der hochansteckenden Newcastle-Krankheit in der installierten Schutzzone untersucht. - sda - Keystone/MICHAEL BUHOLZER

Zudem wurde eine Schutz- und Überwachungszone eingerichtet, wie die Veterinärbehörden am 22. Januar mitteilten. Für dort ansässige Geflügelhaltende galten strenge Massnahmen.

Bei 34 Betrieben in der Schutzzone sowie bei 23 Betrieben in der Überwachungszone wurden Proben entnommen. Die Resultate waren allesamt negativ.

Die Tiere im betroffenen Bestand mussten getötet werden. Untersuchungen im Labor haben gemäss der Zürcher Gesundheitsdirektion ergeben, dass es sich beim Virus um einen Taubenstamm handelt.

Virus gilt als hochansteckend

Die Krankheit muss somit von Strassentauben in den Geflügelbetrieb eingeschleppt worden sein. Diese Erkenntnis zeige einmal mehr, wie wichtig es sei, den Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögel zu unterbinden.

Seuchenausbruch
Zur Eindämmung der Newcastle-Krankheit muss der restliche Hühnerbestand notgeschlachtet werden. Hier ein Bild von einem Seuchenausbruch im Kanton Neuenburg vom Dezember 2011. - Keystone

Von der Newcastle-Krankheit sind vor allem Hühnervögel betroffen, aber auch Gänse, Enten, Tauben, Zier- und Wildvögel. Eine Ansteckung kann symptomlos verlaufen, aber auch schwere gesundheitliche Konsequenzen für infizierte Tiere haben.

Die durch ein Virus verursachte Krankheit gilt als hochansteckend und wird über die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen.

Der letzte Fall von Newcastle-Krankheit in der Schweiz trat im November 2017 im Kanton Tessin auf. Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar. Infektionen des Menschen sind selten und betreffen in der Regel Geflügelhaltende, Laborpersonal und Tierärzte.

Die Ansteckung erfolgt über die Luft oder über die Bindehaut nach direktem Kontakt mit infiziertem Geflügel, insbesondere mit Hühnern.