Raus aus dem Beton: Stadt fördert Begrünung privater Flächen
Bülach unterstützt Private beim Aufbrechen kleiner versiegelter Flächen, fördert Begrünung und Biodiversität mit Fachbegleitung und finanzieller Hilfe.

Wie die Stadt Bülach berichtet, unterstützt sie Private dabei, kleine versiegelte Flächen wie Vorplätze, Innenhöfe oder Garagenzufahrten und Randstreifen aufzubrechen und zu begrünen.
Mit finanzieller Unterstützung der Mobiliar Genossenschaft und begleitet durch die «Asphaltknackerinnen» sollen künftig auch im privaten Raum mehr Orte entstehen, die Wasser aufnehmen, die Umgebung kühlen und das Stadtklima nachhaltig verbessern.
Ökologische Aufwertungsmassnahmen mit besonderem Nutzen für die Biodiversität werden zusätzlich unterstützt.
Entsiegelung fördert Klima und Biodiversität
Wo heute Beton und Asphalt dominieren, liegen wertvolle Chancen: Entsiegelte Flächen können Regenwasser aufnehmen, die Umgebung kühlen, Pflanzen und Tieren sowie uns Menschen neuen Lebensraum bieten und so das lokale Stadtklima spürbar verbessern.
Während die Stadt Bülach im öffentlichen Raum bereits mehrere Projekte nach dem Schwammstadt-Prinzip umgesetzt hat, liegt der grösste Teil der versiegelten Flächen im Besitz von Privaten.
Deshalb startet die Stadt Bülach ein Förderprogramm, das Eigentümerinnen und Eigentümer beim Entsiegeln kleiner Flächen unterstützt – von Vorzonen über Parkfelder bis hin zu kaum genutzten Betonstreifen.
Mobiliar Genossenschaft unterstützt das Förderprogramm
Die Entsorgung des aufgebrochenen Materials, wie Asphalt oder Beton, wird für Flächen bis maximal 100 Quadratmeter übernommen. Bülach arbeitet für das Programm mit den «Asphaltknackerinnen» zusammen, einem spezialisierten Team, das bereits in verschiedenen Städten erfolgreich Entsiegelungsprojekte begleitet und den Kontakt zu geeigneten, lokalen Gartenbauunternehmen vermittelt.
Die fachliche Beratung und Begleitung durch die «Asphaltknackerinnen» ist ebenfalls kostenlos. Interessierte können sich bei den «Asphaltknackerinnen» melden: www.asphaltknackerinnen.ch/buelachExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..
Möglich wird dies dank des Schwammstadt-Engagements der Mobiliar Genossenschaft, die für das Pilotprojekt insgesamt 50 000 Franken zur Verfügung stellt. Die Mobiliar Genossenschaft unterstützt im Rahmen ihres Gesellschaftsengagements die Stadt Bülach auch bei der Umsetzung anderer Schwammstadt-Massnahmen finanziell, etwa bei der Umgestaltung der Schützenmattstrasse.
Gemeinsam mehr Biodiversität in Bülach schaffen
Keine Fläche ist zu klein, um ökologisch wertvoll zu sein. Die Förderung der städtischen Biodiversität gewinnt zusätzlich an Fahrt, wenn auch Private, Gewerbebetriebe und Liegenschaftenverwaltungen ihre Flächen aktiv aufwerten.
Deshalb verfügt die Stadt Bülach über einen zusätzlichen Biodiversitäts-Fördertopf. Dieser unterstützt ausgewählte ökologische Aufwertungsmassnahmen mit besonderem Nutzen für die Biodiversität mit bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal jedoch 1000 Franken pro Projekt.
Der Fördertopf ist begrenzt. Beiträge werden vergeben, solange Mittel vorhanden sind.
Wer mitmachen darf
Teilnahmeberechtigt sind grundstückbesitzende Privatpersonen, Genossenschaften und KMU mit bis zu zwanzig Mitarbeitenden. Unterstützt werden Flächen bis maximal 100 Quadratmeter. Voraussetzung ist die Sickerfähigkeit der neu gestalteten Fläche sowie deren naturnahe Begrünung.
Die Arbeiten zum eigentlichen Aufbrechen der Fläche erfolgen durch das Gartenbauunternehmen und werden von den Teilnehmenden selbst getragen, dies gilt ebenfalls für die Bepflanzung.
Erfolgreich umgesetzte Projekte werden auf der Website der «Asphaltknackerinnen» dokumentiert und sollen weitere Eigentümerinnen und Eigentümer motivieren, ihren Beitrag zu einem klimaresilienteren Bülach zu leisten. Das Förderprogramm läuft, bis die bereitgestellten Mittel ausgeschöpft sind.










