Neues Virus schuld: Rätsel um kranke Kühe endlich gelöst

Keystone-SDA
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Bern,

Schweizer Kühe hatten zuletzt des Öfteren mit einer Erkrankung zu kämpfen. Das Institut für Virologie und Immunologie hat ein Virus entdeckt.

Schweiz Kühe
Die Schweiz rätselte in den vergangenen Wochen, warum Kühe plötzlich erkrankten. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der Erkrankung mehrerer Kühe wurde ein neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe entdeckt.
  • Die Krankheit sei nicht hochansteckend und stelle wohl kein relevantes Infektionsrisiko für Menschen dar.
  • Ob Kühe bei grosser Hitze anfälliger sind, ist noch unklar.

Das Rätsel um kranke Kühe in der Schweiz ist gelöst: Das Institut für Virologie und Immunologie hat in Proben von erkrankten Rindern ein neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe entdeckt. Das bestätigte es am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Krankheit ist laut dem Institut für Virologie und Immunologie (IVI) keine über die Tierseuchenverordnung geregelte Tierseuche. «Es handelt sich nicht um eine hochansteckende Krankheit», heisst es vom Bundesinstitut auf Anfrage.

Viren der Simbu-Serogruppe gelten demnach in der Regel nicht als Zoonoseerreger. Sie stellen nach bisherigem Kenntnisstand kein relevantes Infektionsrisiko für den Menschen dar.

Trinkst du Kuhmilch?

Übertragen wird das Virus durch Gnitzen, eine Familie kleiner, meist blutsaugender Mücken. Ob die aktuelle Hitzewelle die Anfälligkeit der Tiere für die Erkrankung erhöhte, war zunächst unklar.

Das neue Virus gehört zu einer Gruppe, zu der auch das Schmallenberg-Virus gehört. Dieses war 2012 bereits in der Schweiz nachgewiesen worden. Es verursachte Missbildungen bei Kälbern, Lämmern und Ziegen.

Hitze-Zusammenhang unklar

In den betroffenen Rinderbetrieben in der Schweiz dauerte das Krankheitsgeschehen nach IVI-Angaben jeweils rund 14 bis 21 Tage. Zu den häufigsten Symptomen zählten Fieber von über 40 Grad Celsius, ein massiver Rückgang der Milchproduktion, Fressunlust und Durchfall.

Ob die aktuelle Hitzewelle mit den Krankheitsfällen in Zusammenhang steht, ist derzeit unklar. Hohe Temperaturen können Hochleistungsmilchkühe jedoch anfälliger für Erkrankungen machen.

Diese Befunde in der Schweiz decken sich mit Erkenntnissen aus Deutschland und Frankreich. Das IVI rief Tierhaltende dazu auf, bei unspezifischen Symptomen umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu informieren.

Kommentare

User #3782 (nicht angemeldet)

Da ich vegan lebe finde ich es lustig für alle die Milchprodukte konsumieren haha

User #2424 (nicht angemeldet)

Für uns Menschen gibt es laut den Forschenden Entwarnung. Das Virus gilt als „nicht hochansteckend“ für den Menschen und stellt kein relevantes Infektionsrisiko dar. Sie können Ihre Milch (sofern noch welche da ist) also weiterhin beruhigt in den Kaffee kippen. Sie werden nicht anfangen zu muhen – höchstens leise schluchzen, wenn Sie den Preiszettel an der Kasse sehen.

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