Immobilien: Viele Eltern finden, Kinder machen zu wenig im Haushalt
Eine neue YouGov-Umfrage im Auftrag des Immobilienportals newhome zeigt: In der Schweiz tragen vor allem Kinder und Männer oft zu wenig zum Haushalt bei.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Studie zeigt: Der Nachwuchs hilft zu wenig beim Putzen.
- Männer schätzen ihren Beitrag oft zu hoch ein.
- Mehr als die Hälfte macht einen Frühlingsputz.
Frühling: Das heisst für viele Schweizerinnen und Schweizer Grossputz. Rund 60 Prozent machen einen Frühlingsputz, auch wenn dieser nicht zwingend zwischen März und Mai stattfinden muss. Für 37 Prozent ist die grosse Putzaktion eine willkommene Gelegenheit, liegengebliebene Aufgaben endlich anzupacken. 18 Prozent empfinden ihn allerdings als nervig.
Im Alltag sorgt Hausarbeit oft für Konflikte
Im Alltag sorgt die Hausarbeit häufig für Spannungen. Tatsächlich gehören Streitigkeiten rund ums Putzen für viele dazu. 46 Prozent erleben sie selten, 28 Prozent gelegentlich. Besonders ruhig zu geht es in kleinen Haushalten, im Tessin und bei Personen über 60 Jahren. Dort scheint die Putzerei weniger emotional aufgeladen zu sein.
Besonders kritisch sehen viele Familien den Einsatz des Nachwuchses. 56 Prozent der Befragten mit Kindern über zehn Jahren finden, dass sich diese zu wenig beteiligen. Gerade in dieser Lebensphase scheint das Konfliktpotenzial am grössten zu sein. Entsprechend berichten viele in solchen Haushalten von regelmässigen Auseinandersetzungen.

Bei den unter 40-Jährigen ohne Kinder liegt der Fokus weniger auf dem Nachwuchs, sondern auf der Partnerschaft. 32 Prozent finden, dass ihre Partnerin oder ihr Partner mehr im Haushalt tun könnte. Deutlich entspannter wird es später im Leben. In Haushalten ohne minderjährige Kinder geben 63 Prozent an, dass sich niemand zu wenig beteiligt. Auch insgesamt nimmt die Konflikthäufigkeit mit dem Alter ab.
Männer finden die Arbeit öfter gleich verteilt als Frauen
Nicht nur zwischen den Generationen zeigt sich Konfliktpotential, sondern auch zwischen den Geschlechtern. 70 Prozent der Frauen geben an, den grössten Teil der Hausarbeit zu übernehmen, bei den Männern sind es lediglich 24 Prozent. Umgekehrt sagen 36 Prozent der Männer, dass überwiegend eine andere Person putzt. Auch die Wahrnehmung der Arbeitsteilung zeigt Differenzen: 32 Prozent der Männer finden, die Arbeit sei gleich verteilt, aber nur 16 Prozent der Frauen sehen das genauso.

Etwas mehr als die Hälfte nennt als häufigsten Auslöser für Konflikte unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit. Auffällig ist, dass dieser Wert bei den über 60-Jährigen mit 60 Prozent besonders hoch ist. Hier sind es weniger Zeitdruck oder Stress, sondern vielmehr unterschiedliche Ansprüche, die zu Reibereien führen. In den mittleren Altersgruppen zwischen 30 und 44 Jahren spielt hingegen Zeitmangel eine grössere Rolle. Auch eine unklare Aufgabenverteilung sorgt bei 22 Prozent für Diskussionen.
Externe Hilfe ist eher selten
Externe Hilfe bleibt die Ausnahme. Nur sechs Prozent der Befragten geben an, dass eine Reinigungskraft den Grossteil der Arbeit übernimmt. Gleichzeitig zeigt sich, dass Faktoren wie Einkommen und Bildung einen Einfluss haben. Höhere Einkommen begünstigen das Auslagern von Aufgaben, während mit steigender Bildung die Aufteilung tendenziell etwas ausgeglichener wird.

Und was sorgt im eigenen Zuhause für Schamgefühle? Ganz vorne liegt ein schmutziges Bad oder WC, das für 51 Prozent besonders unangenehm ist. Auch allgemeines Chaos mit 43 Prozent oder klebrige Böden mit 37 Prozent sind vielen peinlich. Immerhin geben 15 Prozent an, dass ihnen in den eigenen vier Wänden nichts unangenehm ist.







