«Nazis»-Vorwurf: Rimoldi zieht Verurteilung weiter
Mass-Voll-Präsident Nicolas Rimoldi will seine Verurteilung wegen Beschimpfung nicht akzeptieren. Der Politiker geht in Berufung.

Das Zürcher Bezirksgericht hatte eine bedingte Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 70 Franken ausgesprochen, weil Nicolas Rimoldi Polizisten als «Nazis» beschimpft haben soll. Mass-Voll und Rimoldi wollen in Berufung gehen und das Urteil vors Zürcher Obergericht bringen, wie die Organisation am Sonntag mitteilte.
Rimoldi soll im Januar 2022 Transportpolizisten und Securitas-Angestellte am Zürcher Hauptbahnhof als «Nazis» und «Faschisten» beschimpft haben, was Rimoldi im Strafverfahren bestritt. Auch in der Mitteilung vom Sonntag hiess es, er habe die Beschimpfung nie geäussert.
Beschuldigungen trotz ärztlichem Attest
Abgeführt worden war Rimoldi, nachdem er in einem Zug ohne die zu der Zeit vorgeschriebene Corona-Schutzmaske unterwegs war. Rimoldi sagte im Rahmen des Prozesses, er habe dafür über ein ärztliches Attest verfügt.
Bei der Urteilseröffnung vor elf Tagen sagte der Richter: Es gebe keinen Grund zur Annahme, dass sich der Transportpolizist die Beschimpfungen ausgedacht habe. Bei seiner Abführung habe sich Rimoldi damals «renitent verhalten», sagte der Richter weiter. Das würden auch Videos zeigen.






