Lindt

Nach Lindt: Migros wirft auch Toblerone, Thomy und Kellogg's raus

Sina Barnert
Sina Barnert

Zürich,

Nachdem die Migros bereits Lindt aus ihren Regalen verbannt hat, geht es nun auch Marken wie Thomy, Kellogg's und Toblerone an den Kragen.

Migros
Die Migros befindet sich aktuell mit mehreren Grosskonzernen in Preisverhandlungen. Das sorgt für leere Regale. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Migros ist aktuell dabei, ihre Tiefpreisstrategie umzusetzen.
  • Deshalb bleiben die Regale bekannter Marken aktuell wegen Preisverhandlungen leer.
  • Betroffen sind unter anderem Produkte von Thomy, Toblerone und Kellogg's.

Die Migros geht aufs Ganze!

Im Oktober wurde bekannt, dass der orange Riese Schoggi des Zürcher Herstellers Lindt aus seinen Regalen verbannt.

Grund dafür: die neue Tiefpreisstrategie der Migros und die Verhandlungen mit dem Schokoladenhersteller.

Nun scheint es, als würde der Detailhandelsriese auch bei anderen Marken Ernst machen!

Bist du ein Migros-Kind?

Denn: Auch in anderen Regalen tun sich beim orangen Riesen derzeit Lücken auf. Das zeigen neue «CH-Media»-Recherchen.

Betroffen sind davon aber nicht nur Lindt-Produkte. Auch von anderen namhaften Marken – darunter Toblerone, Pepsi, Thomy und Perwoll – fehlen Waren. Diese Lücken sind offiziell als «Lieferunterbruch» erklärt.

Die Migros führt «derzeit Verhandlungen mit Grosskonzernen»

Doch dies bedeutet lediglich, dass die Migros keinen Produktnachschub mehr bestellt. Und zwar so lange, wie sie sich mit den Produzenten nicht über einen Beschaffungspreis einigen kann.

Migros-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir sagt gegenüber «CH-Media» zu den leeren Regalen: «Wir führen derzeit Verhandlungen mit Grosskonzernen.»

Dies, um «faire und nachvollziehbare Preise sicherzustellen» und «Preisaufschläge für Kundinnen und Kunden zu vermeiden».

Es handle sich dabei «um mehrere grosse, international handelnde Konzerne», so Huguenin-dit-Lenoir weiter.

«Die Preise bleiben momentan noch die gleichen»

Was in den Regalen des orangen Riesen aber auffällt: Nicht alle Produkte der beliebten Marken sind betroffen, wie das Medienhaus weiter schreibt. So ist beispielsweise die klassische Toblerone noch im Regal, nicht aber Nischenprodukte wie «Toblerone Orange Twist».

So sollen die Kundinnen und Kunden nicht verjagt werden. Denn: Sollten diese ihre Lieblingsprodukte nicht mehr in den Regalen der Migros finden, könnten sie zur Konkurrenz abwandern.

Was hältst du von der Tiefpreisstrategie der Migros?

Immerhin: Offenbar hat die Migros mit Schokoladenhersteller Lindt eine Einigung erzielen können. Das berichtete deren Chef Mario Irminger vergangene Woche im SRF-Format «Eco Talk».

Wie stark und ob Lindt seinen Einkaufspreis für die Migros jedoch gesenkt hat, ist unklar. Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir sagt dazu lediglich: «Die Preise bleiben momentan noch die gleichen, allfällige Preisanpassungen werden nächstes Jahr angeschaut.»

Kommentare

User #3177 (nicht angemeldet)

Finde ich gut dass die Migros verhandelt. Früher gab es die vielen Marken auch nicht und dies verleihte der Migros Charme

User #4082 (nicht angemeldet)

Die Migros ist doch eine Genossenschaft (der MGB) und keine AG, oder ?

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