Musikerverband prangert Orchester mit unzureichenden Honoraren an
Der Schweizerische Musikerverband kritisiert Orchester wegen «Dumpinghonoraren»

Der Schweizerische Musikerverband prangert Orchester mit «Dumpinghonoraren» an. Der Verband hat hierfür eine Tarifampelkarte der Schweiz veröffentlicht, wie er am Donnerstag mitteilte.
Der Schweizerische Musikerverband (SMV) spricht von «vermehrten Meldungen über Dumpinghonorare», mit denen er konfrontiert werde. Vergütungen von 125 Franken für eine dreistündige Probe oder 150 Franken für ein Konzert ohne Spesenentschädigungen und Ferienzulage seien keine Seltenheit.
Betroffen seien insbesondere freischaffende Berufsmusikerinnen und -musiker in Projektorchestern, aber auch Zuzügerinnen und Zuzüger sowie Aushilfen, heisst es. Im Gegensatz zu festangestellten Orchestermitgliedern seien diese nicht durch einen Gesamtarbeitsvertrag geschützt.
Tarifampelkarte weist Orchester nach SMV-Standards aus
Auf einer Tarifampelkarte der Schweiz sind die Orchester mit verschiedenen Symbolen gekennzeichnet, mit denen ausgewiesen werden soll, ob die Orchester den Tarifvertrag oder die Tarifordnungen mit dem SMV einhalten oder nicht.
Gute Noten beziehungsweise Symbole erhalten insbesondere die 13 Vollzeit-Berufsorchester in den grossen Städten, während bei vielen professionellen Teilzeit- und Projektorchestern detaillierte kritische Anmerkungen zu einzelnen Tarifpositionen – von ungenügenden Leistungshonoraren bis zu fehlenden Spesenentschädigungen – aufgeführt sind.






