Moderates Prämienwachstum im Glarnerland – Kanton kritisiert

    Keystone-SDA Regional
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    Im Kanton Glarus steigen die Prämien für die Krankenkassen nächstes Jahr leicht stärker an als im nationalen Schnitt, aber dennoch relativ moderat. Die neuen Monatsprämien, die zu zahlen sind, liegen bei den Erwachsenen, den jungen Erwachsenen sowie bei den Kindern unter dem landesweiten Durchschnitt. Trotzdem kritisiert der Kanton die Erhöhung.

    Glarus Flagge - Keystone

    333.90 Franken beträgt die Durchschnittsprämie für Erwachsene im Glarnerland 2020. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt 0,5 Prozent und übersteigt die durchschnittliche Erhöhung in der Schweiz (0,3 Prozent). Trotzdem zahlen die Glarnerinnen und Glarner monatlich etwa 40 Franken tiefere Prämien als im nationalen Schnitt (374.40 Franken).

    Die Prämien für junge Erwachsene erhöhen sich stärker. Die Durchschnittsprämie beläuft sich neu auf 244.10 Franken, was einen Anstieg von 0,9 Prozent bedeutet. Schweizweit gibt es hingegen eine durchschnittliche Prämienreduktion von minus zwei Prozent. Dennoch liegen die Ausgaben pro Monat für die Krankenkassen auch im Segment der jungen Erwachsenen im Glarnerland um 20 Franken tiefer als im Durchschnitt.

    Die Kinderprämie in Glarus klettert um 0,3 Prozent auf durchschnittlich 82.70 Franken monatlich. National betrachtet bleiben diese Monatsprämien im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Glarner Durchschnittsprämie bei den Kindern unterschreitet die nationale Prämie um 16 Franken.

    Im Glarner Gesundheitsdepartement haben die neuen Prämien Verwunderung ausgelöst. Das Departement schrieb am Dienstag in einer Reaktion, die Versicherten nähmen laut Prognose der Versicherer weniger Leistungen in Anspruch, die Kosten seien sogar rückläufig. «Wieso sinken die Krankenkassenprämien nicht?», hiess es.

    Kritisiert wird überdies, dass der Bund die Weitergabe von Daten an die Kantone im Vorfeld der Prämienfestlegung reduzierte. Insgesamt ist gemäss Mitteilung beim Kanton Glarus der Eindruck entstanden, dass die Glarner 2020 zu hohe Prämien zahlen.

    Der Kanton will sich in Sachen Krankenkassenprämien weitere Abklärungen vorbehalten. Ziel sei die Herstellung von mehr Transparenz und die Gewährleistung, dass die Glarner Prämienzahler fair behandelt würden.

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