Mit einem Telefongespräch aus der Einsamkeit im Alter

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Sich einsam fühlende alte Menschen steht künftig eine kostenlose Telefonhotline zur Verfügung. Diese soll auch das Gesundheitswesen entlasten.

    Telefonhotline
    Über den Telefonhörer sollen alte Menschen nun die Möglichkeit bekommen sich mit jemandem zu unterhalten. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Projekt «malreden» ermöglicht älteren Menschen das Gespräch über eine Telefonhotline.
    • Damit werde auch das Gesundheits- und Sozialwesen unterstützt.

    Ältere Menschen, die sich einsam fühlen, können künftig auf eine kostenlose Hotline anrufen, um zu plaudern. Das Angebot des Vereins Silbernetz soll nicht nur die Betroffenen unterstützen, sondern auch das Gesundheitswesen entlasten.

    Projekt «malreden»

    Es gebe viele Gründe, wieso älteren Menschen das regelmässige Gespräch fehle, schreibt der Verein am Montag in einer Mitteilung. Etwa wenn Partnerinnen und Partner oder Freunde sterben oder die Betagten das Haus nicht mehr verlassen könnten.

    Mit der Hotline sollen die Betroffenen soziale Kontakte erfahren und einen Schritt aus der Einsamkeit machen können. Der Verein startet das Projekt «malreden» mit der Gratisnummer 0800 890 890 am Dienstag. Die Hotline ist vorerst von 14 bis 20 Uhr erreichbar.

    Einsamkeit belastet Gesundheit

    Einsamkeit fühle sich nicht nur schlecht an, sie belaste oft auch die Gesundheit, schreibt der Verein in der Mitteilung. Die Beschäftigten der Spitex etwa würden immer wieder merken, wie Menschen vereinsamen. Ausführliche Gespräche gehören aber nicht vollumfänglich zum Leistungskatalog der Krankenkassen. Der Telefondienst unterstütze und entlaste somit auch das Gesundheits- und Sozialwesen.

    Das Angebot umfasst zum einen das «Plaudertelefon», zum andern ein «Telefontandem». Bei jenem kann einmal wöchentlich eine Stunde mit der gleichen Person telefoniert werden. Bei einem Anruf bleiben gemäss Mitteilung alle anonym und die Gespräche seien vertraulich.

    Hotline wird von Freiwilligen betreut

    Die Freiwilligen würden vorab geschult und während der Einsätze professionell unterstützt. Sie könnten Adressen für weitere Unterstützung herausgeben, böten aber kein Angebot im Krisenfall an.

    Das Angebot soll schrittweise ausgebaut werden. Der Verein sucht noch Freiwillige und startet vorerst mit Bewerbungen aus dem Grossraum Bern. Das Projekt «malreden» wird von der Gesundheitsförderung Schweiz sowie sieben weiteren Stiftungen und Institutionen unterstützt.

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