Mehrjährige Strafen in Menschenhandelsprozess gefordert
Die Staatsanwaltschaft hat am Montag im Prozess um mutmasslichen Menschenhandel im Berner Oberland für die Angeklagte mehrjährige Freiheitsstrafen gefordert.

Vor dem erstinstanzlichen Regionalgericht in Thun stehen ein serbisches Paar und dessen Tochter. Sie sollen Landsfrauen im Berner Oberländer Nobelort Gstaad als Putzkräfte ausgebeutet haben.
Für die Mutter, in der die Staatsanwalt die Haupttäterin sah, verlangte diese eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 6 Monaten. Für den tatbeteiligten Vater verlangte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten. Für die ebenfalls als Mittäterin angesehene Tochter forderte die Anklage eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren und 6 Monaten.
Dazu kommen Geldstrafen und für die Mutter und den Vater ein Landesverweis von je 15 Jahren. Einsicht und Reue zeige keine der angeklagten Personen, betonte die Staatsanwaltschaft. Die Familie habe die missliche finanzielle Lage der serbischen Frauen schamlos und egoistisch ausgenutzt.
Nebst gewerbsmässigem Menschenhandels wird den Dreien noch eine Vielzahl weiterer Tatbestände vorgeworfen, etwa Wucher, Nötigung oder Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz.






