Ende Mai wird die Westschweizer Mediengruppe ESH Médias ihre Kooperation mit der Freiburger Tageszeitung La Liberté auflösen.
Ein Druckereiangestellter prüft 2014 Druck und Farbe der «La Liberté». (Archivbild)
Ein Druckereiangestellter prüft 2014 Druck und Farbe der «La Liberté». (Archivbild) - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Mai wird die Kooperation zwischen der Mediengruppe ESH Médias und La Liberté gekündigt.
  • Für die Freiburger Tageszeitung könnte dies ab dem Jahr 2023 Folgen haben.
  • Sie wird Schätzungen zufolge mehrere hunderttausend Franken Ertrag verlieren.

Die Westschweizer Mediengruppe ESH Médias löst Ende Mai ihren Zusammenarbeitsvertrag mit der Freiburger Tageszeitung La Liberté auf. Für letztere könnte diese Kündigung ab 2023 Konsequenzen haben.

Der Ertragsausfall beläuft sich laut Serge Gumy von der «Liberté»-Herausgeberin Paulusgruppe auf mehrere hunderttausend Franken. Der Direktor dieses Unternehmen bestätigte damit eine Meldung des Westschweizer Radios RTS vom Dienstag.

In diesem Jahr werde die Kündigung noch keine Auswirkungen haben auf den Personalbestand, sagte Gumy weiter. Fürs kommende Jahr könne er Massnahmen aber nicht ausschliessen.

Zusammenarbeit besteht seit 2015

La Liberté liefert ESH Médias Artikel für die Inland-, Ausland- und Wirtschaftsseiten der Zeitungen Arcinfo (Neuenburg/Jurabogen). Auch Le Nouvelliste (Wallis) und La Côte (Regionen Morges/Nyon VD) erhält Zeitungen. Die Zusammenarbeit der Freiburger Tageszeitung mit der Herausgeberin dieser Zeitungen besteht seit 2015.

Auf Anfrage sagte Jacques Matthey von ESH Médias, zwischen seinem Unternehmen und der «Liberté» gebe es keinen Konflikt. ESH Médias wolle die Kooperation mit der Freiburger Zeitung abändern. So, dass künftig die nationale Aktualität besser mit deren Auswirkungen auf die Regionen verbunden werde, insbesondere das Wallis und Neuenburg.

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