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    Mann vor Gericht: Corona-Kredit für Firma in eigene Tasche gesteckt

    Keystone-SDA
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    Stadt St. Gallen,

    Ein 51-jähriger Schweizer soll den Corona-Kredit zur Unterstützung seiner Firma in die eigene Tasche gesteckt haben. Nun steht er in St. Gallen vor Gericht.

    Gericht St. Gallen
    Der Eingang zum Kantonsgericht St.Gallen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Frühling 2020 sprach der Bundesrat Schweizer Unternehmen finanzielle Unterstützung zu.
    • Ein 51-Jähriger soll sich den Corona-Kredit unter falschen Angaben erschlichen haben.
    • Wegen der 135'000 Franken, die er so einsteckte, steht er nun in St. Gallen vor Gericht.

    Am Dienstag steht in St. Gallen ein Mann vor dem Kreisgericht, der sich laut Staatsanwaltschaft mit falschen Angaben einen zinsfreien Covid-19-Kredit über 135'000 Franken beschaffte. Das Geld soll der 51-jährige Schweizer statt in die Firma in die eigene Tasche gesteckt haben.

    Corona-Hilfe für Schweizer Firmen

    Am 25. März 2020 setzte der Bundesrat die Covid-19-Solidarbürgschaftsverordnung in Kraft. Schweizer Unternehmen, die von den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus betroffen waren, sollten Soforthilfe in Form von Bankkrediten erhalten. Bereits einen Tag später reichte der Beschuldigte laut Anklage bei seiner Hausbank ein Gesuch für einen Covid-19-Kredit ein.

    Covid-19-Gesetz
    Das Covid-19-Gesetz regelt die finanzielle Unterstützung von betroffenen Unternehmen und Personen. - keystone

    Allerdings hatte er bereits Anfang 2020 den Betrieb seiner Firma eingestellt. Er soll den Kredit von 135'000 Franken nicht zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens, sondern für private Interessen verwendet haben. Mit dem Geld kaufte er sich unter anderem ein E-Bike und bezahlte seine privaten Krankenkassenprämien.

    Anklage wegen Betrug und Misswirtschaft

    Dem Schweizer werden von der Staatsanwaltschaft neben Betrug auch Misswirtschaft, Urkundenfälschung und Unterlassen der Buchführung vorgeworfen. Er soll seit 2018 keine Geschäftsbücher und Jahresrechnungen mehr geführt haben. Dadurch sei bei der Konkurseröffnung im Mai 2020 der Vermögensstand der Firma nicht mehr ersichtlich gewesen.

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