Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss wird neuer Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor an der Universität Bern. Anlässlich des 100. Geburtstags von Dürrenmatt setzt sich Bärfuss im Frühlingssemester 2021 in einer wöchentlichen Vorlesung mit dessen Werk auseinander.
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Lukas Bärfuss veröffentlicht neuen Roman «Die Krume Brot». - sda - KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN

Wie die Universität Bern am Dienstag mitteilte, beginnt die Vorlesungsreihe mit dem Titel «Wahnsinnige und Idioten» am 25. Februar. Diese Reihe soll Dürrenmatts Werk in der Weltliteratur verorten, so die Universität Bern.

Am 3. März ist eine öffentliche Auftaktveranstaltung zur Gastprofessur vorgesehen. An dieser Veranstaltung wird Bärfuss eine Rede unter dem Titel «Eine kleine Geschichte des Wahnsinns» halten. Kann die Veranstaltung coronabedingt nicht stattfinden, will die Universität gegebenenfalls eine Live-Übertragung organisieren oder Aufzeichnungen anbieten.

Lukas Bärfuss ist der fünfzehnte Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor an der Universität Bern. Seit 2014 unterrichten in jedem Semester Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der ganzen Welt jeweils ein Semester lang an der Berner Hochschule. Sie arbeiten wie reguläre Professoren mit Studierenden und Doktoranden zusammen.

Der 1971 in Thun geborene Bärfuss ist Dramatiker, Romancier und Essayist. 2019 erhielt er als vierter Schweizer nach Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Adolf Muschg den Georg-Büchner-Preis, der als eine der renommiertester Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum gilt.

Der 1921 in Konolfingen geborene und 1990 in Neuenburg verstorbene Friedrich Dürrenmatt wäre dieses Jahr 100-jährig geworden. Letzter Dürrenmatt-Gastprofessor an der Uni Bern war Mathias Enard aus Frankreich.

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