Logitech dürfte im wichtigsten Quartal gepunktet haben
Logitech hofft auf ein starkes Weihnachtsquartal – gestützt auf solide Lager, Werbung und starkes Wachstum in Asien.

Süsser die Kassen nie klingeln – darauf hofft zumindest Logitech mit Blick auf das abgelaufene Quartal. Für den Hersteller von Computermäusen, Tastaturen, Webcams und Gaming-Zubehör ist das Weihnachtsquartal die wichtigste Zeit im Jahr. Leicht dürfte es zwar nicht gewesen sein, Analysten erwarten aber dank der starken Markenstellung von Logitech durchaus gute Zahlen.
Gerade im nach wie vor grössten Markt – den USA – ist die Konsumentenstimmung derzeit etwas gedämpft. Wie stark sich das auf die «Holiday Season» ausgewirkt hat, wird sich nun zeigen. Denn in das dritte Quartal 2025/26 von Logitech fällt nicht nur das Weihnachtsgeschäft, sondern auch die gerade für Tech-Produkte umsatzstarke «Black Week».
CEO Hanneke Faber hatte mit den Zahlen zum zweiten Quartal zumindest gesagt, dass der Lagerbestand für die «Holiday Season» auf einem soliden Niveau liege. Das Unternehmen wollte die Werbung sowohl in den USA als auch in Europa etwas hochfahren und gehe mit einer «bewährten Strategie» in diese Zeit. Zudem zeigte sie sich auch vorsichtig optimistisch für eine Erholung im US-Gaming-Markt.
Derweil arbeitet Logitech an einer Produktionsverlagerung von China in die USA, um die Bedrohung durch Zölle zu minimieren. Wie bereits mit den Zahlen zum ersten Quartal angekündigt, will das Unternehmen den Anteil der aus China stammenden Produkte für den US-Markt von 40 Prozent im April auf 10 Prozent bis Ende des Kalenderjahrs senken.
China ist Wachstumsmotor
Bereits im letzten Quartal zog der Umsatz in Asien, allen voran in China, deutlich an. Entsprechend bescheinigte die Firmenchefin dem dortigen Markt ein starkes Momentum und ein schnelles Wachstum. Das will Logitech für sich nutzen.
Zwar habe sich das Unternehmen in allen Regionen gut geschlagen, sagte Faber Ende Oktober mit den Halbjahreszahlen. Besonders überzeugte aber das Wachstum in Asien-Pazifik (APAC). Denn hier wurde ein Wachstum von fast 20 Prozent erzielt, während Europa lediglich rund 4 Prozent beisteuerte und die Region Amerika sogar um 4 Prozent nachgab.
Ob dieser Wachstumsmotor weiter zieht, wird sich nun zeigen. Logitech selbst peilt ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von 1 bis 4 Prozent auf 1375 bis 1415 Millionen US-Dollar an. Dabei soll das operative Ergebnis bei 270 bis 290 Millionen liegen. Analysten trauen dies dem Unternehmen auch zu und liegen mit ihren Schätzungen im Schnitt eher im oberen Bereich der jeweiligen Spanne.
Zukunftsaussichten
Wie immer sind nicht nur die rückblickenden Zahlen von Bedeutung, sondern vielmehr der Blick in die Zukunft. Traditionell liefert Logitech für jedes kommende Quartal einen konkreten Ausblick für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Einige Analysten halten es nun durchaus für möglich, dass sich Logitech auch dank der zuletzt starken Kostendisziplin durchaus etwas mehr bei der Margenentwicklung zutraut und möglicherweise am Investorentag im März das mittelfristige Zielband von aktuell 15 bis 18 Prozent anheben könnte.
Im Hintergrund lenken die Experten bereits den Blick auf die wahrscheinlich steigenden PC-Preise im laufenden und kommenden Jahr. Sollte dies die Nachfrage nach neuen Computern bremsen, könnten auch die Produkte von Logitech betroffen sein. Allerdings verfüge das Unternehmen über eine starke Marktstellung und habe besonders im Wachstumsmarkt China Marktanteile gewonnen. Zudem habe der Aktienkurs mit dem jüngsten starken Rücksetzer seit November bereits einige der Ängste diesbezüglich vorweggenommen.










