Leeres Boot auf Thunersee – 3 Personen im Wasser
Die Rega hat gestern Nachmittag per Zufall ein führerloses Boot auf dem Thunersee entdeckt. Nach einer Suche aus der Luft fanden sie drei Personen im Wasser.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Rega entdeckte am Mittwochabend per Zufall ein führerloses Boot auf dem Thunersee.
- Zudem waren drei Personen im Wasser. Die Rega half aus der Luft, sie ausfindig zu machen.
- Ein Berufsfischer konnte die unterkühlten Personen schliesslich aus dem Wasser ziehen.
Die Rega-Crew der Basis Wilderswil befand sich nach einem Einsatz auf dem Rückflug vom Berner Inselspital nach Wilderswil, als sie kurz vor 17 Uhr im oberen Bereich des Thunersees vor dem Naturschutzgebiet Weissenau ein Motorboot entdeckte.
Es zog mit hoher Geschwindigkeit enge Kreise, durchbrach einen Zaun im Wasser und schoss schliesslich über einen Uferweg hinaus und kam an Land zum Stillstand.
Die Crew im Helikopter entschied, zuerst zu prüfen, ob sich Insassen im Boot befanden. Deshalb setzte der Pilot den Rettungssanitäter beim Motorboot ab und startete sogleich wieder, um im Wasser nach allfälligen Insassen zu suchen.
Einer der Bootsinsassen alarmierte aus dem Wasser
Etwa zur gleichen Zeit erreichte ein Notruf die nationale Luftrettungszentrale der Rega: Einer der Bootsinsassen hatte es geschafft, aus dem Wasser die Alarmnummer 1414 zu wählen und schilderte ihren ungefähren Standort.
Dies half dem Piloten und dem Notarzt, die drei Personen im Wasser aus der Luft ausfindig zu machen.
Für die Rettung der schwimmenden Personen machte die Crew einen Berufsfischer in der Nähe auf die Personen aufmerksam, indem sie mit dem Helikopter nahe bei ihm schwebten und ihm mit Handzeichen zu Verstehen gaben, dass er dem Helikopter folgen solle.
Fischer zieht drei unterkühlte Personen aus dem Thunersee
Auf diese Weise führten sie den Fischer zu den drei Personen und er konnte diese aus dem Wasser auf sein Boot ziehen. Kurz darauf trafen auch die Seerettung Thunersee und die Gewässerpolizei der Kantonspolizei Bern ein, die durch die nationale Luftrettungszentrale der Rega aufgeboten worden waren.
An Land wurden die unterkühlten Personen medizinisch erstversorgt und schliesslich zur Überwachung ins nächstgelegene Spital transportiert.

















