Oberländer SVPler fordern: Asylunterkunft muss nach Bern!
In Kandersteg BE sollen ab 2028 bis zu 200 Asylsuchende untergebracht werden. Die Gemeinde wehrt sich – und nun schaltet sich auch die örtliche Politik ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Kandersteg BE wehrt sich gegen eine geplante Asylunterkunft.
- Der Gemeindepräsident schlägt gegenüber Nau.ch Alarm.
- Nun lanciert der regionale SVP-Verbund eine Petition gegen das Vorhaben.
Die geplante Asylunterkunft schlägt in Kandersteg BE weiterhin hohe Wellen. Ab Anfang 2028 sollen dort bis zu 200 Geflüchtete unterkommen.
Das geht nicht, findet der SVP-Verbund Oberwil, Därstetten-Weissenburg, Erlenbach und Diemtigen. Angeführt von Nationalrat Thomas Knutti wurde deshalb eine Online-Petition ins Leben gerufen.
Der Slogan: «Bern hat Ja gesagt – Bern soll Platz schaffen.»
Hintergrund für diesen Slogan ist die Abstimmung zur «Keine 10-Millionen-Schweiz» von Mitte Juni. Die Nachhaltigkeits-Initiative der SVP wurde damals in der Stadt Bern mit einem riesigen Anteil von 83,59 Prozent abgelehnt.
«Erhebliche Belastung für Berggemeinde»
Die Initiatoren fordern den Regierungsrat des Kantons deshalb auf, auf die geplante Asyl-Grossunterkunft in Kandersteg zu verzichten. Stattdessen sollen die Unterbringungsplätze in der Stadt Bern erschaffen werden.

«Solidarität beginnt dort, wo die Zustimmung am grössten ist», heisst es. «Für eine Berggemeinde mit begrenzter Infrastruktur stellt ein solches Projekt eine erhebliche Belastung dar.»
Gleichzeitig zeige sich bei Abstimmungen regelmässig, dass Städte eine offenere Haltung gegenüber einer höheren Zuwanderung vertreten als ländliche Regionen.
Die Initiatoren der Petition fordern deshalb: «Wer eine solche Politik unterstützt, sollte auch bereit sein, die damit verbundenen Konsequenzen vor Ort mitzutragen.»
Bis am Donnerstagmorgen wurden bereits über 1200 der geplanten 2000 Unterschriften gesammelt.
Gemeindepräsident schlug bereits Alarm
Der Aufruhr in Kandersteg BE ist gross. Gemeindepräsident und Mitte-Grossrat René Maeder sagte bereits vor gut einer Woche im Gespräch mit Nau.ch: «Das Dorf platzt aus allen Nähten.»
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Man sei in Kandersteg nicht per se gegen Asylsuchende. Allerdings sei eine Unterkunft dieser Dimension der falsche Weg. Maeder: «So viele Personen auf einmal kann die Gemeinde nicht verkraften.»












