Biodiversität

«Lebendiges Gürbetal»: Spielerisch 100'000 m² mehr Biodiversität

Acht Gemeinden starten mit dem Naturpark Gantrisch im Gürbetal ein ambitioniertes Projekt. In drei Jahren sollen 100'000 m² zusätzliche Biodiversität entstehen.

kirchdorf biodiversität
Kirchdorf im Kanton Bern. - Naturpark Gantrisch

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein neues Projekt soll die Biodiversität im Gürbetal verbessern.
  • 100'000 m² an Biodiversitätsfläche werden in den nächsten drei Jahren angestrebt.
  • Künftig soll es wieder mehr summen, blühen und zwitschern.

«Zäme für ein lebendiges Gürbetal» – unter diesem Motto tun sich acht Berner Gemeinden mit dem Naturpark Gantrisch zusammen.

Das Ziel ist dabei klar definiert: In den kommenden drei Jahren sollen zusätzliche 100'000 Quadratmeter an Biodiversität entstehen. Dies geht aus einer Medienmitteilung hervor.

Das sind die Gemeinden, die mitmachen

Burgistein, Forst-Längenbühl, Kaufdorf, Kirchdorf, Riggisberg, Thurnen, Toffen und Wattenwil.

Jede Gemeinde arbeitet einen Aktionsplan mit Massnahmen aus, die angestossen oder umgesetzt werden sollen.

Die Dörfer sind dabei auch Teil eines Spiels. Bei «Jeder Quadratmeter zählt» fechten sie aus, welche die grösste neue Fläche an Biodiversität aufbringen kann.

«Jede Fläche zählt»

«Alle Massnahmen zur Förderung der Biodiversität sind willkommen», heisst es dazu. Auch die Bevölkerung kann bei diesem Wettlauf mitmachen.

«Vom Balkon bis zum Dorfplatz: Jede noch so kleine oder grosse Fläche zählt.» Start ist im Frühjahr 2026.

biene
Eine Biene auf einer Wiese. (Symbolbild) - depositphotos

Fredy A. Grogg, Gemeinderat aus Toffen, sagt: «Der gewählte Ansatz mit der Erstellung eines Aktionsplans und der Aktivierung der Bevölkerung mit einem Spiel hat uns als Gemeinde überzeugt, mitzumachen. Wir engagieren uns gerne mit anderen Gemeinden und dem Naturpark Gantrisch für ein lebendiges Gürbetal mit einer reichen und vielfältigen Natur

Teil des Projekts ist zusätzlich die «Gürbetal-Academy». Kurse, Vorträge, Beratungsangebote und Wissensaustausche sollen etwa der Bevölkerung, Unternehmen und Gemeinden helfen, mehr Biodiversität im Alltag umzusetzen. Schulen sind auch Teil der Zielgruppe.

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Die erhoffte Wirkung ist vielfältig. Zum einen soll das gemeinsame Engagement für die Natur gestärkt werden. Ebenso würden Arten sowie ihre Lebensräume gefördert.

Roadshow ab März

«Das Projekt Lebendiges Gürbetal ist ein einzigartiges Projekt. Wir fördern nicht nur Biodiversität, sondern auch das gemeinsame soziale Engagement», sagt Naturpark-Geschäftsführer und Projektleiter Oliver Berger.

Im März startet eine sogenannte Roadshow mit dem Naturpark-Infomobil durch alle beteiligten Dörfer, heisst es in der Mitteilung weiter. «Mit dem Projekt säen wir heute, was morgen summt, blüht und zwitschert.»

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