Küttigen: Hier verschmelzen Gewerbeausstellung und Kunst miteinander
In Küttigen AG findet vom 11. bis 13. September die GewerbeART statt. OK-Präsident Patrick Blattner erklärt im Interview, was die Besuchenden erwartet.

Vom Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. September, findet in Küttigen AG mit der GewerbeART eine Gewerbeausstellung der etwas anderen Art statt. Was alles dahinter steckt und was die Besuchenden erwartet, verrät OK-Präsident Patrick Blattner im Interview.
Redaktion: Herr Blattner, was können Besucherinnen und Besucher an der GewerbeART erleben, was eine gewöhnliche Gewerbeausstellung nicht zu bieten hat?
Patrick Blattner: Wir kombinieren die «klassische» Gewerbeausstellung mit einem spannenden Rahmenprogramm für Gross und Klein auf dem gesamten Schulareal Dorf in Küttigen. Im Vorfeld wurden kreative Darbietungen erarbeitet, die an der GewerbeART Premiere feiern dürfen.
Zudem möchten wir unseren Ausstellenden mit diesem Motto die Möglichkeit bieten, ihre Ausstellungsflächen mit etwas Kunst zu verschönern. Hervorheben möchte ich sicherlich auch das attraktive kulinarische Angebot auf dem gesamten Gelände.
Redaktion: Der Name «GewerbeART» verbindet Gewerbe und Kunst. Warum war Ihnen diese Verbindung so wichtig?
Blattner: Bei der Mottosuche haben wir uns im OK-Team Gedanken über verschiedene Themen gemacht, die eine möglichst vielseitige und ereignisreiche Gewerbeausstellung ermöglichen. Unter dem Motto «GewerbeART» können wir unseren beiden Anspruchsgruppen – den Besuchenden und den Ausstellenden – eine kreative Kulisse bieten.

Redaktion: Wie schwierig war es, die Küttiger Gewerbebetriebe für dieses neue Konzept zu begeistern – und gab es auch Skepsis?
Blattner: Wir sind uns im OK-Team bewusst, dass dieses Motto nicht ganz alltäglich ist. Trotzdem haben wir den Mut gefasst und uns bewusst für dieses Konzept entschieden, da es den Gewerbebetrieben viele Möglichkeiten bietet, sich getreu dem Motto zu entfalten. Direkte Skepsis gegenüber dem Motto ist uns bis heute nicht zugetragen worden.
Redaktion: Das «Küttiger Rüebli» soll zu einem grossen Gemeinschaftskunstwerk werden. Was bedeutet dieses Projekt für Sie persönlich?
Blattner: Wir möchten mit dem Werk «Küttiger Rüebli» ein bleibendes Symbol für unsere einzigartige Rübe schaffen, die im Dorf noch immer aktiv kultiviert wird.
Dieses möchten wir an unserem Dorfeingang präsentieren. Denn das Küttiger Rüebli ist ein jahrhundertealtes Kulturgut und hat definitiv einen prominenten Auftritt verdient.
Redaktion: Warum haben Sie für das Rüebli bewusst Lernende der Berufsschule Lenzburg einbezogen? Was können junge Berufsleute von einem solchen Projekt mitnehmen?
Blattner: Unser Engagement für die Ausbildung von Jugendlichen in unseren Gewerbebetrieben ist ein wichtiges Fundament für die Zukunft. Mit dem Rüebli konnten die Lernenden ihre Fähigkeiten der gesamten Bevölkerung präsentieren und damit die wichtige Bedeutung des Handwerks aufzeigen.
Die Lernenden dürfen aus diesem Projekt die wertvolle Erfahrung mitnehmen, dass ihre Arbeit geschätzt wird und ihr handwerkliches Können mit dem Küttiger Rüebli am Dorfeingang auch künftig für das ganze Dorf sichtbar bleibt.
Redaktion: An der GewerbeART sollen die Besucher selbst mitmachen können. Warum ist diese Interaktion für Sie wichtiger als einfach möglichst viele Verkaufsstände?
Blattner: Das Einbinden in Attraktionen ist viel aufregender, als nur zuzuschauen. Wir können so das Handwerk präsentieren und die Besuchenden bei vielen spannenden Workshops hoffentlich für die verschiedenen Produkte begeistern.
Redaktion: Wie viel persönliche Zeit steckt inzwischen in Ihrer Aufgabe als OK-Präsident – und gab es Momente, in denen Sie dachten: «Warum habe ich mir das angetan?»
Blattner: Ich möchte mich an dieser Stelle nicht hervorheben. Wir haben ein vielseitiges und vor allem auch sehr fleissiges OK-Team. Die Suche nach Helfenden für das OK gestaltete sich nicht ganz einfach. Trotzdem konnte ein 14-köpfiges OK-Team rekrutiert werden.
Wie gesagt, in den Ressorts wurde äusserst motiviert gearbeitet, sodass ich als Präsident eigentlich nur noch dafür sorgen musste, dass wir nicht den Überblick verlieren. Ein grosses Dankeschön geht an dieser Stelle bereits jetzt an das gesamte OK-Team für ihren grossartigen Einsatz.

Redaktion: Was war bei der Vorbereitung bisher der überraschendste oder lustigste Moment?
Blattner: Positiv überrascht bin ich von der riesigen Motivation der Ausstellenden, die sich bei der Gestaltung ihrer Stände und ihres Programms wirklich selbst übertreffen. Lustige Momente wird es dann an der GewerbeART bestimmt genügend geben.
Redaktion: Wenn Sie einen einzigen Betrieb oder Programmpunkt hervorheben müssten, den man an der Gewerbe-ART auf keinen Fall verpassen sollte: Welcher wäre es – und warum?
Blattner: Ich persönlich denke, das ist sicher die Fertigstellung des Küttiger Rüeblis in der Turnhalle. Denn dieses Werk vereint ganz viele einzigartige Stärken, die wir als Gewerbetreibende verkörpern: das spannende Handwerk, die Investition in die Zukunft und eine traditionell inspirierte Skulptur, an der sich hoffentlich noch Generationen erfreuen dürfen.
Redaktion: Und zum Schluss: Was wünschen Sie sich, dass die Menschen am Montag nach der GewerbeART über Küttigen und sein Gewerbe erzählen?
Blattner: Wir vom OK-Team erhoffen uns, dass die Besuchenden am Montag an die gemütlichen Stunden des Zusammenseins, die tollen Darbietungen und die kreativen Aktivitäten des Gewerbes an den Ständen zurückdenken. Und natürlich, dass sie sich bereits auf die nächste Gewerbeausstellung in Küttigen freuen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Aarauer Nachrichten» erschienen.












