Stadt Zürich

Zürcher Schulen suchen kurz vor Ferienende wieder mehr Lehrpersonen

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Im Kanton Zürich ist die Zahl der unbesetzten Stellen für Lehrpersonen im Vergleich zu den Vorjahren leicht angestiegen. Rund zwei Wochen vor Schulbeginn sind noch 96 Stellen offen. Dies liegt vor allem daran, dass die «Poldis» nicht mehr arbeiten dürfen.

Rund zwei Wochen vor Schulbeginn waren im Kanton Zürich knapp 100 Stellen an der Volksschule nicht besetzt. (Symbolbild)
Rund zwei Wochen vor Schulbeginn waren im Kanton Zürich knapp 100 Stellen an der Volksschule nicht besetzt. (Symbolbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Über 19'500 Stellen für Lehrpersonen gibt es an der Zürcher Volksschule. Wenn in knapp zwei Wochen die Sommerferien enden und das neue Schuljahr beginnt, sollten diese im Idealfall besetzt sein.

Doch wie in den vergangenen Jahren gestaltet sich die Suche nach passendem Personal auch dieses Jahr anspruchsvoll. Eine aktuelle Auswertung der offenen Feststellen auf der Stellenbörse des Volksschulamts (VSA) zeigt, dass noch Lücken bestehen.

Mit Stand vom 3. August sind insgesamt 96 Stellen offen. Verglichen mit den Vorjahren bedeutet dies einen leichten Anstieg. Zwei Wochen vor Schulstart im Jahr 2025 waren in der entsprechenden Erhebung lediglich 36 Stellen unbesetzt. Ein Jahr zuvor, im Sommer 2024, lag die Zahl zum exakt gleichen Zeitpunkt noch bei 82 offenen Stellen.

Myriam Ziegler, Leiterin des Volksschulamtes, weist auf Anfrage von Keystone-SDA darauf hin, dass die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind. Einerseits liege der Anteil der 96 offenen Stellen gemessen am Total von über 19'500 Stellen bei einem sehr geringen Wert von knapp 0,5 Prozent.

Andererseits sei die Stellenbörse während der Sommerferien nicht immer zwingend auf dem aktuellsten Stand. Es sei gut möglich, dass die tatsächliche Situation noch etwas besser aussehe, da bereits besetzte Stellen teilweise weiterhin ausgeschrieben seien.

Einen Einfluss auf den Anstieg hat wohl aber eine Änderung, die auf das Schuljahr 2026/27 eingeführt wird: Nach vier Jahren, in denen die Bildungsdirektion einen generellen Lehrpersonenmangel auf allen Stufen deklarieren musste, ist diese Phase nun beendet.

Dies liegt hauptsächlich an den nicht mehr stark steigenden Schülerzahlen sowie an der höheren Zahl der Nachwuchslehrerinnen und -lehrer. Mit dem offiziellen Ende des Lehrermangels fällt jedoch auch die Ausnahmeregelung für die so genannte «Poldis» (Personen ohne Lehrerdiplom) weg.

Sie dürfen nur noch dann angestellt werden, wenn sie bereits für ein Studium an der Pädagogischen Hochschule eingeschrieben sind. Viele Schulen müssen nun einen Ersatz mit Diplom einstellen.

Komplett abgeschafft wurde die Ausnahmeregelung für «Poldis» allerdings nicht. Ausgenommen bleiben die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. In diesem spezialisierten Bereich besteht der Mangel gemäss Bildungsdirektion weiterhin. Obwohl die Ausbildungsplätze an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in der Vergangenheit laufend erhöht worden sind, konnte der wachsende Bedarf der Zürcher Schulen nicht gedeckt werden.

Deshalb dürfen die Schulen in der Heilpädagogik weiterhin Personen ohne Zulassung einstellen. Ein Blick auf die offenen Stellen verdeutlicht die Problematik. Von den 96 kurz vor Schulbeginn gemeldeten Stellen entfallen allein 28 auf die Heilpädagogik.

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