Stadt Luzern

Kulturlandverlust für Schwerverkehrszentrum stört Kantonsrat

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Kantonsrat Luzern fordert Prüfung von Alternativen zum geplanten Schwerverkehrszentrum, um Kulturland zu retten.

Luzerner Kantonsrat
Bernadette Rüttimann tritt per 8. September aus dem Luzerner Kantonsrat zurück (Symbolbild). - keystone

Der Kantonsrat Luzern kritisiert den Kulturlandverlust für die Realisierung des Schwerverkehrszentrums an der Autobahn A2 zwischen Neuenkirch und Rothenburg. Er hat am Dienstag mit 61 zu 44 Stimmen ein Postulat überwiesen, das die Prüfung von Alternativen verlangt.

Das Postulat stammt vom früheren Kantonsrat und heutigen Nationalrat Hasan Candan (SP). Er kritisierte in dem Vorstoss, dass das Zentrum auf der grünen Wiese geplant werde und dafür sechs Hektaren wertvolles Kulturland geopfert würden. Das sind mehr als acht Fussballfelder.

Candan forderte, dass der Regierungsrat mit dem Bundesamt für Strassen Astra Alternativen prüfe, damit der Kulturlandverlust vermieden werden könne. Er verwies darauf, dass die Luzerner Stimmberechtigten in einer Volksabstimmung einen besseren Kulturlandschutz verlangt hätten.

Unterstützung aus dem bürgerlichen Lager

Das Anliegen erhielt auch im bürgerlichen Lager Unterstützung. Baudirektor Fabian Peter (FDP) warnte vergeblich, dass es schwierig sei, Alternativen zu prüfen. Der Standort sei vom Bundesrat behördenverbindlich festgelegt worden, sagte er.

Fabian Peter
Der Luzerner Regierungsrat Fabian Peter. - Keystone

Peter wies zudem darauf hin, dass das Schwerverkehrszentrum von öffentlichem Interesse sei. Niemand sei erfreut vom Zentrum, sagte er. Es sei aber im Interesse aller, dass die Lastwagen kontrolliert und die Chauffeure Pausen- und Übernachtungsräume, also gute Arbeitsbedingungen, hätten.

Land bleibt knapp

Für das Schwerverkehrszentrum wurden laut Peter sieben Varianten geprüft. Auch an einem anderen Ort brauche das Zentrum Land. Würden Fruchtfolgeflächen beansprucht, müssten diese flächengleich kompensiert werden. Das Land bleibe aber knapp.

Gemäss Regierungsrat hat das Projekt eine hohe Priorität. Das Schwerverkehrszentrum solle 2030 in Betrieb gehen. Derzeit erarbeite das Astra das Ausführungsprojekt.

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