Oberland

    Kulturlandschaften im östlichen Berner Oberland ausgezeichnet

    Die Regionalkonferenz Oberland-Ost hat drei landwirtschaftlich geprägte Gebiete für ihre ökologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Preise gehen an eine Alp in Hofstetten, steile Wiesen und Weiden in Brienzwiler sowie einen Bergackerbaubetrieb in Meiringen.

    Durch die regelmässige Mahd und Beweidung bleiben die steilen Flächen in der Schwendi in Brienzwiler offen und bilden wertvolle Lebensräume für eine artenreiche Flora und Fauna.
    Durch die regelmässige Mahd und Beweidung bleiben die steilen Flächen in der Schwendi in Brienzwiler offen und bilden wertvolle Lebensräume für eine artenreiche Flora und Fauna. - Handout Regionalkonferenz Oberland-Ost

    Die ausgezeichneten Betriebe zeigten, wie «unterschiedlich und wertvoll» die Kulturlandschaften im Oberland seien, teilte die Regionalkonferenz Oberland-Ost am Mittwoch in einem Communiqué mit.

    Über die Auszeichnung freuen darf sich in der Kategorie «Sömmerungsgebiete» die Alp Gummen-Chäseren in Hofstetten. Auf einer Höhe von 1470 bis 2000 Metern Höhe werden dort 35 Hektaren Alpweiden bewirtschaftet. Ein Drittel der Fläche weise eine «besonders hohe Artenvielfalt» auf, hiess es. Die Pflege der steilen Flächen erfordere unter anderem das Bekämpfen problematischer Pflanzen und das Entfernen von Gehölzen.

    2500 Franken, eine Sense und eine Hinweistafel als Preis

    In der Kategorie «landwirtschaftliche Nutzflächen» wurde die an der Südflanke des Wilerhorns gelegene Fläche Schwendi in Brienzwiler ausgezeichnet. Dort werden gut vier Hektaren Wiesen und Weiden in steilem Gelände bewirtschaftet. Ein grosser Teil der Fläche sei ökologisch wertvoll und biete unter anderem Orchideen sowie Schmetterlingen und weiteren Insekten Lebensraum.

    Geehrt wurde zudem mit einem Spezialpreis ein Betrieb auf dem Mannenboden und in Brünigen. Die Betreiber verbinden Mutterkuhhaltung mit Bergackerbau, Agrotourismus und Direktvermarktung. Auf rund drei Hektaren Biodiversitätsflächen werden Dinkel, Winterweizen, Lein und Kartoffeln angepflanzt. Wiesen, Trockenmauern und Steinhaufen bildeten ein «abwechslungsreiches Landschaftsmosaik», hiess es.

    Zusammen mit den regionalen Tourismusorganisationen Interlaken und Jungfrau Region verleiht die Organisation Jahr für Jahr den Kulturlandschaftspreis. Für die Gewinner gibt es neben einem Preisgeld von 2500 Franken eine kunstvoll beschnitzte Sense und eine Hinweistafel.

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