Kulturhauptstadt La Chaux-de-Fonds stellt erste Programmpunkte vor
Die Neuenburger Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds wird 2027 erste Kulturhauptstadt der Schweiz sein. Am Dienstag hat die Stadt nun einen Teil des Programms gelüftet. Geplant sind 300 Veranstaltungen, darunter eine Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Locarno. Es werden eine Million Besuchende erwartet.
«Die Vorstellung des ersten Programms einer Schweizer Kulturhauptstadt ist ein historischer Moment. Es ist reichhaltig, vielfältig und in der Lage, ein breites Publikum anzusprechen», sagte Myriam Neuhaus, Generalsekretärin des Vereins «Schweizer Kulturhauptstadt», am Dienstag.
Die Veranstaltung beginnt mit einem Fest am 31. Dezember 2026. Die zwölf Monate des Jahres 2027 wurden thematisch gegliedert und in eine Vielzahl von Veranstaltungen unterteilt, wie Olivier Schinz, Generaldirektor von La Chaux-de-Fonds 2027, ausführte.
Am 26. Juni wird der Flugplatz Les Eplatures NE stillgelegt, um den französischen Choreografen und Tänzer Boris Charmatz zu empfangen. Das Rollfeld wird zu einer riesigen Tanzfläche.
Im Juli wird in Zusammenarbeit mit dem Locarno Film Festival eine kleine Piazza Grande auf der Place du Marché eingerichtet. Das detaillierte Programm wird am 22. September veröffentlicht.
La Chaux-de-Fonds, das zum Unesco-Welterbe gehört, wurde als erste Kulturhauptstadt der Schweiz auserkoren. Das Bundesamt für Kultur unterstützt das Projekt mit zwei Millionen Franken.
Das Budget der Veranstaltung beläuft sich auf 18,5 Millionen Franken, wovon zehn Millionen von öffentlichen oder halböffentlichen Stellen stammen und der Rest von privaten Sponsoren. «Wir haben bereits 17 Millionen zur Verfügung. Es fehlen uns noch 1,5 Millionen», sagte der ehemalige Neuenburger Regierungsrat Jean Studer, Präsident des Organisationskomitees.
Die Veranstalter rechnen über das ganze Jahr verteilt mit einer Million Besucherinnen und Besuchern. Die Organisatoren müssen noch Lösungen in Bezug auf Mobilität und Unterbringung finden.
Ziel sei es, Besucherinnen und Besucher aus der Deutschschweiz, dem Tessin und der Rätoromanischen Schweiz zu gewinnen, sagte Schinz. Um dies zu erreichen, umfasse das Programm Künstlerinnen und Künstler aus dem ganzen Land und auch aus dem Ausland.
Mit der Kulturbotschaft 2025-2028 hatte der Bundesrat die Lancierung einer Kulturhauptstadt Schweiz angekündigt. Wie bei den europäischen Kulturhauptstädten soll das schweizerische Projekt in regelmässig wechselnden Städten stattfinden.
Für 2030 haben sich Aarau, Bellinzona, Lugano im Verbund mit Locarno und Mendrisio TI sowie Thun BE beworben. Der oder die Gewinner sollen in wenigen Wochen bestimmt werden.










