Kreis 4 Zürich: Pop Up Salon in Swiss Star Apartments

    Tobias Feigenwinter
    Tobias Feigenwinter

    Zürich,

    Die Apartments von Swiss Star im Zürcher Kreis 4 locken immer wieder Prostituierte an. Ganz zum Leid der Nachbarschaft.

    Eine Mitbewohnerin klebt ein Flugblatt an die Scheibe des Eingangs zu einer Liegenschaft in Zürich.
    Eine Mitbewohnerin klebt ein Flugblatt an die Scheibe des Eingangs zu einer Liegenschaft in Zürich. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Apartments von Swiss Star in Zürich kämpfen gegen Prostitution.
    • Anwohner fühlen sich nicht mehr sicher im Quartier.
    • Gegen diese sogenannten Pop-Up-Salons könne aber einfach vorgegangen werden.

    Die Strassenprostitution in Zürich ist seit der Einführung der Sexboxen 2013 zurückgegangen. Ein anderes Problem macht dem Gewerbe aber zu schaffen: sogenannte Pop-Up-Salons. Die Sexarbeiterinnen mieten sich temporär in einer Wohnung unter und verwandeln diese in ein kleines Bordell.

    «Zuhälter haben so viele Muskeln»

    So geschehen in den Apartments von Swiss Star im Zürcher Kreis 4. Eigentlich seien die Wohnungen für Geschäftsleute oder Touristen gedacht. Die Miete beträgt 80 Franken aufwärts.

    Für sesshafte Anwohner stellt der Einstand des Gewerbes in den Wohnungen ein Problem dar. Der Lärm von streitenden Freiern und protzenden Autos in der Nacht störe: «Ich fühle mich dadurch weniger sicher. Nur schon weil einige Zuhälter so viele Muskeln haben, wie ich sie selten gesehen habe», sagt eine Anwohnerin gegenüber «20 Minuten».

    Rufschädigend

    Oft haben die Vermieter gar keine Kenntnis über die Pop-Up-Salons. Ein weiteres Problem: Die Polizei könne gemäss der Zeitung nicht viel gegen die Prostituierten ausrichten, solange diese eine Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitsbewilligung haben. Chadi Charouf, der Geschäftsführer von Swiss Star, findet die Sexualarbeiterinnen in seinen Apartments aber «rufschädigend».

    Deswegen will Charouf mit aller Wehemenz gegen das Gewerbe in seinem Lokal vorgehen. Walter Angst vom Mieterverband findet aber, dass es sich Swiss Star etwas gar einfach mache. Denn Prostitution sei leicht zu verhindern, etwa durch eine Rezeption oder mehr Präsenz von einem Hauswart.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Zürich
    Zürich
    Zürcher Kreis 4
    strichplatz depotweg
    2 Interaktionen
    Zürcher Sexboxen

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Bob Dylan Handyverbot
    21 Interaktionen
    Bob Dylan
    GC
    1 Interaktionen
    2:2 gegen Vaduz
    SVP-Nationalrat Benjamin Fischer. - keystone
    132 Interaktionen
    Feuerwerks-Initiative
    Unter Zürich wird der Platz knapp. - Amt für Städtebau Stadt Zürich
    123 Interaktionen
    «Verdichtung»