In Luzern wurde eine Mitarbeiterin einer Migros-Filiale gekündigt, weil sie ein Kopftuch trug.
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Migros zählt zu den grössten Schweizer Detailhändlern. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Migros-Filiale kam es zu einer Diskussion wegen eines Kopftuches.
  • Eine Mitarbeiterin wollte während ihrer Arbeitszeit ihr Kopftuch nicht abnehmen.
  • Daraufhin wurde sie entlassen.
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Eine langjährige Kassiererin aus Luzern entschied sich plötzlich, ein Kopftuch zu tragen. Ihre Entscheidung stiess bei ihrem Arbeitgeber Migros auf Widerstand und führte schliesslich zur Entlassung.

Die Frau, eine Kurdin, suchte nach ihrer Entscheidung das Gespräch mit ihrem Arbeitgeber. Sie wollte sicherstellen, dass sie auch mit Kopftuch arbeiten darf. Die Antwort liess auf sich warten – dann kam laut «Zofinger Tagblatt» die fristlose Kündigung.

Kurdin klagt gegen Migros wegen Diskriminierung

«Mein Chef sagte mir, dass ich nicht mit dem Kopftuch zur Arbeit kommen dürfe. Sonst würde ich nach Hause geschickt», erzählt die anonyme Luzernerin.

Der Grund dafür sei die Kleiderordnung des Unternehmens, welche keine religiösen Symbole während der Arbeitszeit erlaubt. «Aber meine Mitarbeiterinnen durften mit riesigen tätowierten Kreuzen auf der Hand arbeiten», sagt sie und fügt hinzu: «Ich fühle mich wirklich diskriminiert.»

Migros reagiert auf Vorwürfe

Ein Wechsel in eine andere Abteilung wurde von der Migros abgelehnt.

Daraufhin meldete sich die Frau für die nächsten Tage ab. Es folgte ihre fristlose Entlassung. Nun klagt sie gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber.

Die Migros argumentiert, dass die Kleiderordnung für das Filialpersonal national geregelt ist und keinen Raum für religiöse Symbole lässt.

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