Demonstrantinnen und Demonstranten fordern heute in Zürich und Bern mehr Klimagerechtigkeit. Auch in vier anderen Städten kommt es zum Klimastreik.
Die Demonstranten ziehen zur Quaibrücke, wo sie einen Sitzstreik beginnen. - Nau.ch / drone-air-media.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut und bunt wird nach mehr Klimagerechtigkeit verlangt.
  • Dazu versammeln sich Demonstrantinnen und Demonstranten in sechs Schweizer Städten.
  • Auch am morgigen Samstag sollen mehrere Klimastreiks gleichzeitig stattfinden.

Gleich in sechs Schweizer Städten wird heute Abend für das Klima demonstriert. Die Bewegung des Klimastreiks fordert dabei nach mehr Gerechtigkeit. Denn reiner Klimaschutz würde nicht mehr ausreichen.

Anlässlich des Streiks wird es Umzüge und Live-Ansprachen geben. Unter anderem von Bauern, Bauarbeitern oder Opfern der Überschwemmung in diesem Sommer.

Klimastreik in Zürich

Zwei grosse Streiks finden einerseits in Zürich und andererseits in Bern statt. Aber auch in Aarau, Davos, La Chaux-de-Fonds, Herisau und Luzern wird gestreikt.

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Zürcherinnen und Zürcher versammeln sich zum Klimastreik.
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Und es geht weiter Richtung Seebecken.
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Die Teilnehmer in Zürich wurden kreativ.
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Der Klimastreik zieht durch die Strassen von Zürich.
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Auch die Polizei ist beim Klimastreik in Zürich vor Ort.
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Streikende teilen sich die Strasse mit Bus und Tram.
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Der Zug des Klimastreiks in Zürich war lang.

In Zürich ging es um 15.30 Uhr auf der Polyterrasse los. Dort fanden sich schlussendlich rund 4000 Teilnehmende ein, wie die Nachrichtenagentur SDA mitteilte. Nach der Besammlung auf der Polyterrasse führt die bewilligte Route die Teilnehmer des Klimastreiks über den Hirschengraben und das Limmatquai zum Bürkliplatz hinüber.

Die Stadtpolizei Zürich hat auf Twitter bereits mitgeteilt, dass «mit diversen Einschränkungen auf Zürichs Strassen zu rechnen» sei.

Auch in Bern wird demonstriert

In Bern startet man etwas später um 17.30 Uhr auf der Münsterplattform. Sie folgten einem internationalen Aufruf der Initiative Fridays for Future. Auch Nationalrätin Regula Rytz war bei der Kundgebung mit dabei. «Ohne diese Bewegung können wir den Klimaschutz nicht umsetzen», sagt Rytz gegenüber Nau.ch.

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Auch Nationalrätin Regula Rytz war in Bern am Klimastreik mit anwesend.
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Die Bewegung des Klimastreiks lebt.
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Auf dem Münsterplatz haben sich die Streikenden versammelt.
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Die Botschaft ist klar.
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Nicht nur die Jungen unterstützten die Bewegung.
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Sie demonstrieren für die Gesundheit.

Sie sei froh, seien die jungen Leute wieder da und würden auf das Problem aufmerksam machen. «Wir müssen sehr viel mehr Überzeugungsarbeit leisten», sagt Rytz. Man müsse jede und jeden davon überzeugen, dass es nun vorwärtsgehen muss.

Doch mit den heutigen Streiks ist es noch nicht vorbei. Auch am morgigen Samstag finden weitere Kundgebungen statt. Einerseits in Bülach, aber auch in Wetzikon und Chur.

Morgen geht es weiter

Der aktuelle Klimastreik soll besonders auf die ungleichen Auswirkungen der Klimakrise aufmerksam machen. So haben die Überschwemmungen heuer in der Schweiz nicht alle Ortschaften gleich heimgesucht. Demonstrationen gab es unter anderem in Berlin und in Dover.

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