KI ist «eher ein Fluch» für Gerichte im Kanton Basel-Stadt
Die Gerichte des Kantons Basel-Stadt haben am Dienstag ihre Jahresberichte 2025 vorgestellt. Dabei war KI in der Justiz ein wichtiges Thema. Für die Gerichte sei sie «eher ein Fluch», sagte ein Richter.

«Zunächst waren es die grossen Anwaltskanzleien», sagte der vorsitzende Präsident des Zivilgerichts Patrick Müller vor den Medien. Bei Fällen mit niedrigen Streitbeträgen sei plötzlich viel mehr geschrieben worden, obwohl sich hier viel Arbeitsaufwand nicht lohne. «Wir müssen uns trotzdem mit allen Argumenten auseinandersetzen», erklärte Müller. Das beschere dem Gericht mehr Arbeit.
Und für juristische Laien kann die KI zur Kostenfalle werden. «Sie verstehen oft gar nicht, was sie da eigentlich einreichen», sagte Müller. Prozessuale Handlungen hätten aber Konsequenzen und würden Kosten verursachen. Die KI würde die Parteien in ihren Ansichten bestärken und gar direkt Klagen anbieten, auch wenn sie aussichtslos seien. Die Nutzer seien aber am Ende für ihre Eingaben verantwortlich.






