Kerzers-Täter soll im Bus Stationen seines Lebens abgefahren sein
Bevor sich der psychisch instabile Täter von Kerzers FR in einem Postauto anzündete, liess er unterwegs offenbar sein Leben Revue passieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein psychisch labiler Mann zündete sich am 10. März in einem Postauto in Kerzers an.
- Dabei kamen er und fünf weitere Personen ums Leben.
- Nun kommt aus: Vor der Tat fuhr der Mann noch einmal wichtige Stationen seines Lebens ab.
Am Abend des 10. März passierte in Kerzers FR das Unvorstellbare.
Ein psychisch labiler Mann übergoss sich in einem Postauto mit Benzin – und zündete sich selbst an. Der gesamte Bus stand innert Sekunden in Vollbrand.
Nebst dem Brandstifter verloren fünf weitere Personen ihr Leben. Unter ihnen auch der Buschauffeur, eine junge Moderatorin von Energy Bern und ein 16-jähriger Junge.
Täter hatte mit Schicksalsschlägen zu kämpfen
In den vergangenen Tagen kam auch immer mehr über den Mann ans Licht, der sich im Postauto selbst angezündet hatte.
Er litt an einer Muskelerkrankung, die seinen Beruf als Lastwagenfahrer verunmöglichte. Und war deshalb vor der Tat im Spital in Aarberg BE in Behandlung, ehe er aus dem Spital verschwand.

Zudem kämpfte er mit finanziellen Problemen und war sozial isoliert, lebte zuletzt in einem Wohnwagen auf einem Bauernhof in Aarberg.
Der psychisch labile Täter hinterlässt eine Ex-Ehefrau, zwei Kinder und mehrere Enkelkinder.
Vor Tat fuhr er an Ex-Wohnort vorbei
Nun kommt aus: Vor der Tat liess der Täter offenbar noch einmal sein Leben Revue passieren. Und fuhr mit dem Postauto mehrere prägende Stationen seines Lebens ab, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.
Er startete seine Reise an jenem Dienstagabend in Düdingen FR, wo er mit dem Zug ankam. Dort lebt seine Ex-Ehefrau. Danach setzte er sich in das Postauto, in welchem er später sein Leben beenden würde.
Der Bus machte auf seiner Strecke nach Kerzers auch Halt in Kleinbösingen FR. Dort hatte der Brandstifter gemäss der Zeitung vor der Trennung mit seiner Ex-Frau gelebt.
Der Täter wartete jedoch bis Kerzers, ehe er sich anzündete. Am Ort, an welchem er hätte in den Zug nach Aarberg umsteigen können, um sich zurück ins Spital zu begeben. Doch er entschied sich anders.












